Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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ri6 Vierte Classe. lyterAbschn. i sie Abtheil.

Fleck« 3) Wahre Akmelle. Spilanthus Acmella.bllline«

mit eyrnnd sagcartig-gezahnten Blattern, einem auf-^ " rcchtstehendcn Stamme, und gestrahlten Blumen,

Spilanthus foliis ovatis ferratis , caule erecto, flo-ribus radiatis. LINN. Syst. Veg. p. 610. Mant.Pl. p. 475. Verbefina (Acmella ) foliis oblongo-ovatis trinerviis subdentatis petiolatis, pedunculiselongatis axillaribus, floribus conicis. Sp. Pl. p.1271. Mat. med. n. 70;. MURR. app. nied.T. I p. 35. n. 59. M1LL. Dict. n. 6. Verbe-fina foliis oppositis lanceolato - ovaris petiolatis ser-ratis, pedunculis unifloris dichotomiae caulis. FI.Zeyl. 309+. Ceratocepnalus ballotcs foliis, VAILL.act. 600. .Bidens Zeylanica, flore luteo, raelisfa«folio, Acmella dicta. RAI. suppi. 228. BREYN.prodr. 3. t. 48. Senecio indiae orientalis, ocy-mi maiori- folio profunde crenato. PLUK. alm.343. t. 315. f. 2. ABUdaria. RUMPH. amb.6. p. 143. t. 65.

Dieses in Ostindien und besonders in Zeylon un«ter dem Namen Akmelle ehemals wegen seiner schmerz«stillenden, verdünnenden, schweißtreibenden, Wasser-übleikenden, Steinzermalmende» und abführenden, undbesonders die vom Nierenstein in den Nieren entstan«dene Schmerzen lindernden Kräfte so sehr berühmteGewächs kam erst im Jahr 1690. getrocknet durchostindische Schiffe nach Europa. Man trocknete dieBlatter wie Thee, goß Wein darüber, und zog dannaus diesem sakurirren Aufguß einen Geist über, denman als - in besonders kräftiges Heilmittel mit auf dieSchiffe gab. R'UMph, welcher dieses Gewächs A-B C Kraut geuennt, berichtet, daß nun selbiges inOstindien als Arzneymittel wenig mehr im Gebrauchsey, hingegen werde es doch noch von einigen orbili-scheu Pädagogen gebraucht, welche ihren jungen Philan.rheoplsten die Knöpfe an den Wurzeln kauen ließen, umihre Zunge wegen des häufig alsdann zufließenden Spei«chels geschmeidiger zu machen, damit sie die schwehrenarabischen Buchstaben besser auszusprechen vermögten.

Des,

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