b)4.6sste Gatt. Veyfuß. Artemisia. 27z
weißlichten Filzes, und wird dagegen mehr aschgrau, Dkyfußbringt auch selten reifen Saamen. Es ist dieses Ge-wächse gewiß eines vo» denjenigen, welche den Krau-terkennern in Aufsuchung und Bestimmung ihrer ei-gentlichen Benennungen viele Mühe gemacht haben; dieUrsache scheint aber nicht sowohl an dem Gewächseoder ihren veränderlichen Theilen selbst zu liegen, son-dern vielleicht mehr an den botanischen Schriftstellernselbst, die sich mehr bemüht durch eine Menge Namen undAnführungen fremder Benennungen große Gelehrsam-keit zu zeigen, als eine eigentliche treffende Beschreibbung des Gewächses selbst zu liefern. Herr Erlsch»trtcmn würde ohne Zweifel mit seiner im Jahr 775.zu Göttingen vertheidigten Jnaugural-Dissertation deArtemisiis sich nicht nur wert mehr Beyfall, son,dern gewiß auch wahren Dank v^n dem botanischenPublikum zu versprechen gehabt haben, wenn es ihmmehr um cigcntilche Dctarllirung seiner Beytußarlenzu thun gewesen wäre, als um Anführung ei-ner Menge Namen, welchen doch nicht selten Iuoer»laßigkeit zu fehlen scheint; und durch welche er man-che Verwirrungen, man sollte nicht sagen, mchl nurnicht gehoben, sondern gewiß vermehrt hat. HerrD. Weber hat unsers Wissens sein durch HerrnSteckmann angekündigces Versprechen noch immernachzuholen! — Ecovoll hat gewiß recht, wenner sagt: felix: ille qui ex authorum artemisiisse feliciter extricaverit, aber um sich glnN'.chaus selbigen herauszufinden, gehört mehr eigentlicheKenntnis desjenigen Narurproduttes, von dem m nspricht, als eine oft zur Unzen angthrachre Registra-tur aller möglichen Namen von Schriftstellern, die nurjemals davon gesprochen, und bloße Synonymik. Ge-lehrsamkeit macht uns nur mn dem k ettn eben Theileher Naturprodukte, selten aber mit ibrem eigentlichenphysiologischen bekannt, und dieser sollte doch immervorangehen. — Herrn HonttUMs Beschreibung dic-Linne pflanzenspft. IX.Lh. S ses