b) 46 s sie Gatt. Beyfuß. Artemisia. 279
warks bis nach Amerika wild. Am gewöhnlichsten Deyfujiliebt er trockene, dürre steinigte Platze und Rui-nen. Auf italiänisch nennt man ihn Assenso, aufspanisch Alsensios, auf portugiesisch Alosna, auffranzösisch Absinthe, auf englisch Worinwoodund auf schwedisch Maloert oder Maleta. Daß diemeisten dieser Benennungen aus dem StammworteAbsinthium und dieses aus dem griechischen von <*und ^ iv-9-o? können Hergeleitet werden, ist wohl keinemZweifel unterworfen: hieraus ergiebt sich, daß Herrvon Haller richtiger Apsmthium als die meisten an«dem Absinthium geschrieben. Die Blühezeit istder Monat Julius und August. Der Stamm ist auf-recht, hart, eckig, ästig, blattcrich, und wird gegenzween Schuh hoch; die Blatter sind wollig, grau vonFarbe, und mit zwey, drey auch vierspalkigen Lappenfederartig eingeschnittcn; die obersten aber, und dieje-nigen, so an den Blumenstielchen festsitzen, sind un-zertheilt, ganz schmäh!, und lanzctt- oder linienför-mig. Aus den obersten Blanvinkcln kommen kleineBlumenstielchen heraus, woran die kleinen gelbenBlümchen traubenweise, wie bey den Johannisbeeren,befindlich, und an kurzen Stielchen niederwärts hän-gen. Der Fruchtboden ist haarig. GmellN zweifelt,ob sein in Sibirien gefundener und auf angeführterTafel abgebildeter gemeiner Wermuth vollkommen mitdem unfrigcn übereinkomme. An dem sibirischen sinddie Blumentraubcn merklich größer, Geruch und Ge-schmack etwas angenehmer, die Farbe der Blätter we-niger aschgrau Unterdessen scheinen diese keine we-sentliche Merkmale auszumachen, indem bekannt ist,daß nicht nur dieser Wermuth, sondern auch viele an-dere Gewächse in den südlichen Ländern, besonders indem südlichern Theile von Europa, viel heftiger rie-chen, auch von Kräften ungleich starker sind, daher aucheine besondere Wcrmuthart, welche um Rom, so wiein Griechenland und klein Asien wachset, der pontische
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