280 Vierte Classe. l yter Abschn. rteAbthell.
Beyfuß oder römische gcnennt wird/ und von den altern Aerz.ten wegen seiner trocknende»/ zusammenziehenden unddaher weit starkem Wirkungen/ andern vorgezogenworden. Unterdessen ist der eigentliche Wermurh/welcher in den nördlichen Gegenden wachst, keines-wegs seiner Bitterkeit beraubt, ob man schon hre undda, so wie in den Niederlanden, einen Wermuth ohneGe.uch und Geschmack antrift. Die ganze Pflanzehat -inen sehr bittern Geschmack, und enthalt vieleflüchtige, falzigte und erdichte Theile; daher ist sieschweißtreibend, Zertheilend, magcnstarkcnd, und dle.«et wider Wechselfiebcr und Wassersucht. Das inden Apotheken davon bereitete sehr bittere Extrakt,wird am stärksten gebraucht. Die Essen; ist ein Prä-servativ wider den Srein, und das grüne wesentlicheDel äusserlich gebraucht, giebt ein sehr starkes Wurm-mittel ab. Der von den Saamen abgezogen« Geistist schön blau, und durch das Verbrennen erhält manein vorzügliches Laugenfalz. Der Wermuthwein stärktden Magen und die Leber, macht Lust zum Essen, undsoll im Scharbock gute Dienste leisten Man bereitetihn auf verschiedene Art. Die beste ist wohl, wennman das Kraur tn einem schmahlen Sackchen in denMost hanget, die er den Werinuthgekchmack an sichgezogen hat. Auf ähnliche Weise bereiten einige Kunst-brauer daS Wermutybirr, wenn der Hopfen zu theuerist, rheiiS um die rechte Bitterkeit zu ersetzen, theilsdie Leute glaubend zu machen, daß alsdann die berau-schende Kraft des Bieres von der Starke des Malzesherrühre, theils auch „m feine geschwind entstehendeSaure zu verhindern Mit dem Wcrmuthaufguß kanman das Ungeziefer aus Gärten, Büchern und Bettenvertreiben, und die Schaaft von der Ruhr bcfrcycn.Das Fleisch der Schöpse, die mit Wermuth gefüttertworden, bekommt einen bittern Geschmack, so wie dieMilch der Kühe, die davon gefressen. Einer Sau-genden wurde nach lange anhaltendem Gebrauch des
Wer-