rzr Vierte Classe. lyterAbschn. ite Abtheii.
Beyfuß maior. GORv. hilb. L. 2. p. 8z. RAI. syn. p.
372. TRAG. p. 34. CAM. epit. p. 595. 0)Artemisia latifolia. RUMPH. amb. V. p. 261. tab.91. f. 2. Artemisia chinensis cuius mollugo Äfoxadicitur. PLUK, phyt. t. 13. f. 1. Artemisia sinen-sis latiore folio, rigidiusculis apicibus, spinularumaemulis insignito. VAILL. act. 1719. p. 287. n. 27.Abrotanum sinense, latiori et multifido Artemisiaefolio, rigidiusculis apicibus, spinularum aemulis in-signito , cum parvis corvmbis. PLUK. phyt. tab.353 . f. 4 -
Dieses Gewächse , welches durch ganz Europa inDörfern/ an Zäunen, Acckern, auf alten Mauern,in Gartenländern und auf Ruinen wild wachst, führtausser der angeführten Benennung im Deutschen nochfolgende Namen: Beywich, Veybes, Bück, Be-semkraut, Johannisgürtel, Sonnenwendstürtel,Gämekrauc und Himmelskehr. Auf französischwird es Armoise oder Arternise , auf englischIVlugwort und auf holländisch oder Sint
Jans Kruyt gcnennt. Die eigentliche Benennungsoll von der berühmten Gemahlin des Königs Mauso-lus. Artemisia, hergeleitet werden können; doch findetman auch,daß von ihr unter dem Namen Parthenis oderAunqfernkraut gesprochen wird. Sie hat einen auf»rechtstehenden blatterreichen Stamm, welcher drey bisvier Schuh hoch wird. Die untern Blätter find mit lan»gen, scharsgezähntcn Blätchen gefiedert, davon dasmittelste drcylappig ist, die obern hingegen sind ein-fach, schmäht und linienförmig, sie sind wohlriechend,von der obern Seite dunfelgrün, von der untern weiß-licht und wollig. Die Blumen sitzen an den aus denDlatwinkeln hervorbrechenden Nebensticlcn, so wieauf dem Hauptstamm auf sehr kurzen Stielchen trau,benförmig oder vielmehr ährenförmig in einer Reihehinauf; sie sind klein und röthlich, zuweilen weißlich;im ersten Fall ist der Stamm rolhbraun, im andern grün,und dadurch unterscheidet man die beyden Spielarten,
nehm.