d) 46sste Gatt Beyfuß. /crtemilia. 28z
nehmlich den rothen und weißen Beyfuß. Der BeyfußKelch ist nicht kugelrund, wie am Wermut»), sondernlängliche, der Dlumenbodcn nackend und nicht haarig.
Der weiblichen Blümchen sind ohngefchr fünfc. Dieganze Pflanze ist zwar bil er, doch ist diese Bitterkeitan dieser Art überaus gemäßigt, und giebt, wenn siegelinde mit der Hand gerieben wird, einen angeneh-men Geruch von sich, besonders auf der Spitze desStammes. Sie kommt in Ansehung ihrer Kräfte, Ei-genschaften und Bestandtheile dem Wermuth sehr na-he , wird aber doch von den neuern Aerzten wenig ge.braucht. Die altern hingegen rühmten ihre Wirkun-gen in den Beschwerden der monathlichen Reinigung,bey allzulange zurückgebliebener Nachgeburt, und vcr-schlevenen andern Frauenzimmerkrankhciten überaiis.
In Persien kocht man von dem Saamcn »ine Gelee,welche in Fleck- und Scharlachfiebern von großem Nu-tzen seyn soll. Nach Osbecks Versicherung heilendie Chincfer mit dem frisch gestoßenen Kraut verschie-dcne Verwundungen. Sie ist auch vermuthlich jenesGewächs, oder wenigstens die von uns angeführtebreitblälterichce Abänderung, aus deren Filze dieJapaner und Chinescr ihre Moxa bereiten, die sosehr nach Ten Rhynee und Kämpfers Versicherungwider das Podagra gerühmt worden. Diese ist einebekannte wcißgraue Wolle, die die Chlneser und Ja.paner aus dem Beyfuße bereiten: sie zerstoßen nehm«lich dte obern Theile und die Blatter dieser Pflanze,reiben sie zwischen den Handen und sondern ihre un-nützen Stiele und Blatter davon ab. Alsdann for-wen sie zolllange spitzige und langlichte Kegelchen,gleich einem Räucherkerzchen daraus, setzen solche imChiragra und Podagra auf Hände und Füße, undzünden sie mit einer Ruthe von Alocholz an. Dadiese Moxe ein lockerer und weicher Körper ist, so ver-brennt sie sehr langsam und brennt alsdann ohne son-derliche Schmerzen eine Kruste, davon der Schmerz
und