Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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420
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420 Vierte Classe. lyterAbschn. rteAbtheil.

Alant, halten, und deßwegen in der Ruhr sehrangerühmt wird.

Die Russen, welche in einem Feldzuge wider die Per« jser damit behaftet waren, sollen damit allein ihre 1Kranken geheilek haben. Die Schaase lassen sie sie»hcn,- aus den Blumen sammeln die Bienen Stof zuWachs und Honig.

Sechste 6) Wellenförmiger Alant. Inula undulata

Art.

,, . mit herz «lanzettförmig, wellenförmig gebogenen, den

Unters. Stamm umfassenden Blattern, Inula foliis ample-

jtichen« xicaulibus cordato - lanceolaris undulatis. LLNN.

Sylt. Veg. p. 637. Mant. Pl. I. p. 115. Hele-nium aegyptiaeum tomentolum et incanum , poliifolio Lippi. VAILL. act. 575.

Diese ist in Aegypten zu Haufe, und scheint nachHerrn Houttuins Meynung die nemliche zu seyn ,welche die Krautcrkenner mit dem Namen des wohl-riechenden Alants bezeichneten, und die in ArabienMunis oder Meschusch genennt wird. In demglücklichen Arabien wird sie überall gezogen, und die-ses besonders wegen ihres sehr angenehmen Geruches:man formiret auch Kranze daraus, und schmückt da-mit die Garten an hohen Festtagen. Die rauhenBlatter werden gcspeiset. In der Heilkunde wird siewider die Krampfe und verschiedene Beschwerden desUnterleibes gebraucht, wenn man den Dampf desfrisch abgekochten Krautes von unten hinauf dünstenlaßt. In dem Upsalischcn Garten wurde der Stammeinen Schuh hoch, welcher mit Blattern von beschrie-bener Gestalt besetzt war, und sich mit einblumigen,geblätterten Dlumcnsticlchcn endigte. Die Blumenhatten die Große wie an dem Mutterkraut, und wa-ren gelb. Die Kelchschuppen oder Blütchen warenpfnemenförmig, und auf der Spitze umgebogen.

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