Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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555
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lOyrste Gatt. Sonnenblume, tteljsntkus. 555

lcn bald größer bald kleiner aus, bald vollkommen Sonnenzirkelrund, bald auch wieder rnrund. Aus dem Saa- blume.wen kan ein zu verschiedenem Gebrauche nützliches Delbereitet werden. Es erstreckt sich aber der Nutze vontcm Anbaue dieser Pflanze nicht nur auf das Del, mitdem man auch die Speisen schmalzen kan, sondernauch auf die Fütterung des Viehes, da der Saameso groß und mehlreich ist. Die Delkuchen werdenvielleicht eine weit bessere Mästung geben, als die vomLein und Rübsaamen. Die Indianer stampfen sie zuMehl, und dachen Brod daraus. NachKMlN mengtman in Canada sie unter den Brey, den mau daselbstaus spanischer Gerste bereitet. Einige hallen sie auchfür tüchtig, zur Liebe zu reizen. Nach Gouan ha«ben die gerösteten Saamen den Geruch von Caffee, undgeben ein sehr angenehmes Getränk. Das ökonomi-sche Lexicon des Herrn Zink zeigt auch, wie die nochzarten und fleischichten Stamme zur Speise dienen.

Man nimmt die jungen Stamme, bricht die Blatterdavon ab, spaltet sie in Stücke Fingers lang, inglei.chen die Blumenknöpfe, ehe sie aufgeblühet, schaletund siedet sie ab, und bereitet solche alsdann wir Ar-tischocken. Man zahlt oft in einer einzigen Blumeüber zwey tausend Saamen. In heissen Landern giebtder Stamm durch Einschnitte ein Harz.

2) Ostindlsche Sonnenblume. Helianthus Zwrtt

indicus. Ztt.

mit lauter herzförmigen, drcynervichten Blattern, gleich» Unter«förmigen Blumenstielen, und blartcrichten Kelche», sch,j«

Helianthus foliis omnibus cordatis trinervatis, pe- bundl*dunculis aequalibus, calycibus foliosis. LINN. .?Syst. Veg. p. 650. Man:. PL I. p. 117. Corona I**** 0 ’solis minor tertia, TABERN. hilt. 1147.

Diese ist gleichfalls ein Sommergewachs, und inAegypten einheimisch, woselbst sie angebauet wird.

Der Ritter halt sie nur für eine Abänderung der vo.

rigen,