Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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ii iiteGatt. Lobelie. LoheHa^ 67

unterlaufenden Blättern entstehen, mit steifen Härchen Lobeliebesetzt. Die Blätter sind ungestielt, sehr brett. lan-zettförmig, fägenarrig. gezähnt, rauh, und stehen ab.wechselnd. Dieübcraus kurz gestielten blauen Blumen st.tzen einzeln in den BlatwiNkeln. Der Kelch ist sägcnark.'g«gezähnelt: seine Läppen sind lanzettförmig, an denAusschnitten rückwärts gebogen, und bedecken, wie aneinigen Arten der Glockenblume, den Fruchtknoten;

Die Blumenkrone selbst ist eckig: die Lappen find bey»nahe gleichförmig gefranzt; die untere Lippe ist mitzwey Höckcrchcn versehen. Diese Pflanze hat in allenihren grünen Theilen einen »iilchähiilicheN Taft: wennman sie reibt, riecht sie widerlich. Die Wurzel be-steht aus weißen Zasetn, die eine Linie dick, und zweenFinger lang sind. Sie schmeckt fast wie Tabak, wcl-cher Geschmack lange auf der Zunge bleibt und Er-brechen erregt; In Europa wird sie noch nicht vielgebraucht, aber die Wilden im nördlichen Amerikahaben sie schon lange als ein Geheimniß wider öttte»rische Krankheiten gebraucht, von denen sie der unterihnen ehemals lebende Hauptmmui Johnson gekauft,der sie nachmale, nebst noch andern Pflanzen, die wi-der diese Krankheit, wenn sie hartnäckiger ist, gebrauchtwerden, oder auf die einige ein Noch festeres Ver«trauen setzen, dem damals sich in Amerika aufhalten-den Halm bekannt gemacht hat. Nach dessen Berichtist sie ein sicheres Mittel Wider die Vcnusseuchc, wen»auch die damit behafteten schon dermassen in diese un-glückliche Krankheit gefallen sind, daß sie wie Aesetstinken, und Beule an Beule haben. Die Wilden inKanada kuriren sie damit also, Sie nehmen die Wur-zeln von vier, sechs und mehr Pflanzen, nach dem dieKrankheit tief eingewurzelt ist, und machen sie rein.Manche brauchen frische, andere aber getrocknete.

Diese Wurzeln werde» gekocht, vaö Dekokt laßt manden Kranken früh trinken, so bald er erwachet undso viel er kann; den übrigen Theil des Tages ist es

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