68 Vierte Classe. i-lerAbschn. 6te Abtheil.
Lobelie. sein vornehmstes Getränk. Der Kranke fangt alsdannan ziemlich zu purgiren, und da macht man das De-kokt schwacher, wenn man findet, daß es zu starkpurgirk. Mittlerzcit darf er kein starkes Getränketrinken, sondern muß nur einfache Speisen genießen,sürnehmlich von Gewachsen. Den folgenden und drit-ten Lag fahrt der Kranke fort, das Dekokt zu trinken,und darauf trinkt er jeden Tag nicht nur das Dekokt,sondern wascht und badet damit täglich die Theile,die von der Krankheit am mehrsien eingenommensind. Nachdem er damit vierzehn Tage bis dre») Wo-chen fortgefahren hat, ist die Krankheit gemeiniglichvergangen. Wenn der Kranke voll Beulen ist, brauchtman während der Kur, solche zu trocknen, die Wurzelder Caryophyllata 6eum rivule L. Diese Wurzelwird getrocknet, gepulvert, und das Pulver in dieEiterbeulen gestreut, sie zu trocknen. Ist die Krank-heit sehr tief eingewurzelt, und findet man, daß sichnoch keine B sserung zeigt, nachdem man das Dekoktvon dieser Pstanze schon einige Tage gebraucht hat, sonimmt man die Wurzel von dem abtreibenden Hahnen-fuß, Ranunculus abortiens L. wäscht sie rein undvermengt etwas davon mit dieser Lobelischcn Pflanze,kochet es und laßt den Kranken das Dekokt trinken,man muß aber vorsichtig seyn, und von diesem Hah«ncusuß nicht zu viel nehmen, damit nicht Entzündun-gen in den Eingeweiden entstehen. Dieses Dekoktpurgiret stark, und erreget selbst brechen, und thut alleerwünschte Wirkungen, wenn man es aber zu starkmacht, so wird eS giftig. Diese Kur ist ohne Gefahr,und viel gelinder als die mit dem Quecksilber. (AtoekoHolm. Adh. B. 12. ©. 289. u. f.
rste
Art.
Unters.
zeichen.
i s) Surinamische Lobelie. Lobdia Surina-meniis,
mit einem staudichten Stamm, langlichten glatten saqen-arü-- gezaynleu Blattern, mid in Blatwinkeln auf
Stier