y6 Vierte Classe. lyterAbschn. 6te Abtkeil.
Dell« Ucbcrdicß giebt es auch eine weise, womit die asch.chen. graue verfälscht wird,und die wenig oder gar keine Kräftehat. Die Peruvianische wird für die beste gehalten, stewirkt gelinder als die Brasilianische, die so scharf »st,daß irgend jemand, der diese Wurzel zu Pulver stößt,eben den Zufällen ausgesezt ist, die sonst nur Euphor«bium zu erregen fähig ist. Schweres Ddemholcn,Blutspeycn, Halsentzündungen,Augcnentzündungen sindgewöhnliche Folgen, die das in die Höhe fliegende Pul.ver bey unwissenden oder unvorsichtigen erregt. DieWurzel selbst hat schleimichke oder klebrichte harzichkeTheile, die den Aufguß so schleimig machen, daßman ihn kaum durch ein Tuch abseihen kann. Manmag sich vielleicht die Wirkung der Jpecacuanhe in derrolhen Ruhr daraus erklären. Epielmann beschriebdie Geschichte dieses wichtigen Arzneymiktels in seinerFiat. Med. Unter dem Vorsitz des verstorbenen Hr.Archiaters vonsdiML verthcidigteDanicl Witkman sei«ne Streitschrift de viola Ipecacuanha zu Upsala imJahr 1774.
27) Zweyfädigeö Veilchen. Viola diandra.
mit einem kricchenbeu keruartigen Stamm , langliehtcnBlattern und cinblumigeu Blumenstielen , \"iola
caule serpente herbaceo, soliis oblongis, peduncu-lis unitloris. I.INN. Sylt. Yeg. p. 669.
Dieses Veilchen bat bisher noch kein Vaterland,aber einen fadenförmigen Stamm, der kriechend überHecken und Befriedigungen steigt,und dcssenBläkter wcch«felsweisc in einiger Entfernung voneinander stehen. DieBlumenstiele stehen einzeln, sind gegliedert, verdickt,mit zwey kleinen Deckblatchcn besczt, und unlerstüzenjedesmal nur eine einzige weise Blume. Der Ritterzweifelt selbst, ob diese Art von der vorhergehendenJpecacuanhe hinlänglich verschieden seye.
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