Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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io© Vierte Classe. l 9 ter Abschn. 6teAbtheil.

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saame.

60 LA.I 8 . mvnsp.467. IVTILL. Dict. n.2. BLACKW.tab. 583. Lacca herba. RUMPH. amb. 5. p. 274.f. 90. Tilo-onapu s. Nolengu. RHEED. mal. 9. p.101. t. ^2. Balsamina femina. C. BAUH. pin- Z06.Balsamina. DOD. pempt. 671. Ballamina Feminapersicifolia. LOB. Ic. 317.

Dieses Gewächs, das man schon seit zweyhundertJahren in den Blumengarten zur Zierde zieht, ist unterdem Namen der Balsamine bekannt genug. Es hatselbiges dicke, saftige Stamme und Aeste, die mit Pfer-sichartigen Blattern, mit welchen sie Lobel vergleicht,besezt sind, und die Höhe von anderthalb Schuhen er-reichen. Die Blumen kommen aus den Gelenken derStamme, auf zarten Stielen heraus, die ungefehr ei-nen Zoll lang sind , und eine einzelne Blume tragen.Es kommen aber dieser Stiele zween, drey bis vier ausdem nehmlichen Gelenke heraus. Die Blumen selbstbestehen aus vier grosen, ungleichen Blumenblättern,die wie der vorigen Sorte ihre gestaltet, aber größersind, und sich viel weiter ausbreiten. Man hat in denBlumengarten verschiedene Abänderungen von weißen,rothen, purpurrothen, ingleichen einfachen und gefüll-ten Blumen, die als Spielarten zur Augenlust von denBlumisten gezogen werden. Es sind diese Abänderun-gen so dauerhaft, daß sie im freyen fortkommen. Wennder Saame selbst ausfallt, so werden die Pflanzen imfolgenden Frühjahr von selbst aufgehen, nur Schade,daßsolche selbst ausgesäte Pflanzen nicht so zeitlich als jeneblühen, die man auf dem Mistbeete gezogen hat; indes-sen sind sie doch insgemein stärkere Pflanzen, und blühenim Herbst langer, als die andern, und dienen also denGarten zur Zierde, wenn es an andern Blumen man»gelt. Das Vaterland ist ursprünglich Ostindien.

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