m ite Gatt. Vanille. Epidsndrum. 109
Frucht fast nur allein zum Thocolate gebraucht, dem sie Nanil«einen angenehmen Geruch giebt. Die spanischen Aerzte ^aber brauchen sie in Amerika zur Arzney: auch einigeeuropäische Aerzte bedienen sich selbiger als eines rei-zenden Mittels, welches wegen des höchst feinen flüch-tigen ölig.gewürzhaften Wesens, das in dem Mark derFrucht in grosser Menge befindlich ist, ein Vermögenhqt, unsere Safte sehr schnell und unmerklich zu durch«dringen, sie in eine heftige Bewegung zu sezcn, zu ver-dünnen, auszuleeren und zu erhizen. Sie stärket die fei-nen und empfindlichsten Theile, treibet die monatlicheReinigung, auch den Harn und befördert die Blähun-gen. Man schreibet ihr besonders ein Vermögen zu,dasGedächtniß zu starken, und empfiehlt dessen Gebrauch ei.uigen sehr geschwächten Personen. In dieser Absichtwird ein Wcinaufguß mit Kermeskörnern und Vanillezuweilen vorgeschlagen, welches nicht ohne gute Wir.kung seyn kann, wenn der Gebrauch nach wichtigenAnzeichen geschiehet. Auch soll sie dem Gifte widerste-hen , und den Biß giftiger Thiere heilen.
r) Luftblume. Epidendrum flos aeris.
mit einem kletternden runden beynahe ästigen Stamm, Art.lanzettförmigen adcrlooscn Blattern, undgleichbrei»ten stumpfen Kronblatterii, Epidendrum caule ican- 'dente tereti subramolb , soliis lanceolatis aveniis,petalis linearibus obtusis. LINN. Syst. Veg. p.68o.
Sp. Pl. p. 1348. Act. Vpsi 1740. p. 37. Kotonging. KAEMPF. amocn. p. 868. tab. 869. f. 1.
®tej?5mpfer3Angrek Warna zu der vorhergehen-den eigcntlichenVanille gezogen werden kann,dre nach ebendieses Schriftstellers Zeugniß Blumen,die denSchmettcr«lingen gleichen, und Kardomom ähnliche Saamengchäusetragen soll, begreift Herr HouttUYN nicht. Der ko-tong-ging eben dieses gelehrten Reisenden, wächstgleich einem Schmarotzgewächs auf der Insel Javawild, und wird daselbst von den Einwohnern nicht