io8 Vicrte Classe, roter Abschnitt.
Vanil- Een, daß ihnen die in der Nahe stehenden Pflanzen scha«den sollten ; doch bekommen die Pflanzen viel bessereNahrung, wenn der Boden von Unkraut rein gehaltenwird. Die Art und Weise diese Frucht zuzurichten,bestehet darinnen, daß man selbige, wenn sie gelb wird,und sich zu öfncn anfangt, sammle, auf kleine Haussenzusammen lege, und zween oder drey Tage lang gahrenlasse, gleichwie mit Cacao-oder Chokolatenüssen zuge«schehen pflegt Hernach legen sie solche in die Sonne,damit sie trockne; und wenn sie fast halb getrocknet,breiten sie selbige mit den Handen aus und befircichensie sodann mit dem Del des WundcrbaumsChristi) oder auch mit Cacaoöl, hernach legt man siewieder an die Sonne, daß sie trockne, und bestreichtsie alsdann nochmahls mit Del, nachgchends bindensie dieselben in kleine Bündel zusammen, und bedeckensie mit Indianischen Rvhrblattern, um solche gut zuerhalten. Es bringen diese Pflanzen nur einmal imJahre Frucht, welche insgemein im May reif ist, undeingesammelt werden kann; denn sie lassen selbige nichtan den Pflanzen, bis sie vollkommen reif sind, weilsie alsdann nicht zum Gebrauch taugen, sondern wennsolche halb gelb geworben , so halten sie selbige fürbesser zum Aufheben, als wenn sie dunkelbraun ge.worden, indem sich sodann die Frucht spaltet und vielekleine Saamenkörncr zeigt , die in ihr stecken. Solang dre Frucht noch grün ist, hat sie keinen merkst«chen Geruch , wenn sie aber reif ist, riechet sie sehrangenehm und gewürzhaft. Wann sie sich öfnet,wirdsie von den Vögeln angegriffen, die allen Saamen sehrbegierig auffressen, sonst aber nichts von der Fruchtangreiffen. Die Früchte, so man nach Europa bringt,sind von dunkelbrauner Farbe, bey sechs Zoll lang undnicht gar einen Zoll breit. Von aussen sind sie rauh«licht, und stecken ganz voll schwarzer, wie Sandkör.ner, kleinen Saamen , der sehr angenehm , wie pe«ruvianischer Balsam, riecht. In Europa wird diese
Frucht