Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
Seite
143
JPEG-Download
 

urite Gatt. Aron. Arum.

H3

fe entblößt sind , zu Brod gebraucht werden. Dieseleztere rühmen einige den Färbern zum roth färben an,wie denn in Gegenden, wo dieses Gewächse nicht so»,derlich selten ist, daS junge Frauenzimmer auf demLande , selbige zum Schminken gebraucht. Die Käse,in Aronblatter gewickelt, bleibe» lange gut, und wer.den von Maden nicht angegriffen. Die Baren ge.hen dieser Wanze sehr nach.

rz) Virgimscher Aron. Amm virginicum.

ist stammlovS , bat sponton-herzförmige spitzige Blatter: ^^rs.deren Winkel stumpf silid, Aram acaule, soliis ha . ''Itato-cordatis acuds obtusis. LINN. Sylt. Veg. p.

6<)0. 8p. Pl. p. 1370. Hort. Clift'. 434.* GRON.virg. 142 KALM it. 2. p. 253. MÜ.L. Dict. 11. 6.

In Virginien, Pcusylvanien und andern Gegendenindem nördlichen Amerika wächst diese Art auf feuch»ten Plätzen ursprünglich wild. Ihre Wurzeln sindnicht minder frfynrf, und «»gemein groß. Kaimsagtvon ihr, daß die Schweine den Wurzeln, wovon sieungemei» fett werden, sehr nachgehen. Sie besuchendaher die Stellen, wo diese Wurzeln zu finden sind, ficr.ßig, und siehet man selbige bisweilen, so nach ihnenin dem Schlamme wühlen, daß sie oft mit dem ganzenKörper unter daS Wasser hineinfallen, und nur etwasweniges vom Hinterthcilc von ihnen hervorsteht.

Die Wurzeln wachsen bisweilen zu der Dicke wie dieLenden eines Menschen. Wenn sie frisch sind, beissensie wie Feuer auf der Zunge, weswegen man auch un-ter diesen Umstanden glaubt, daß sie den Menschenein Gift seyen. Daher wagten auch die Indianer nie^mahls, sie roh z» essen, sondern sie bereiteten selbigeaiif folgende Art zu: Sie sammleten einen grossenHaussen von diesen Wurzeln , gruben hernach eine sogrosse lange Grube, die bisweilen zwey bis drey Klaf-ter auch noch drüber lang war, daß die gesammleten

Wur«