Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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i i2§te Gatt. Hundsruthe, d gnomonum. 161

ritanien im Christmonate oder Ienner zum Vorschein, Hunds»blühet im April ober May, und verwelket im Hcumo. ruthe.nate. Es hat selbige fast gar keine Wurzeln, sondern *ihr Stamm sitzet unmittelbar auf den Wurzeln andererPflanzen, und treibet nur dann und wann an seinerBasis einige sehr einfache Zasergcn heraus, wie einigeknollig« Gewächse über ihren Knollen zu thun pflegen.

Der Stamm ist gemeiniglich einen halben Schuh lang,aufrecht, etwas dicht, zähe, fingersdick, und ist in seinerJugend mit eyförmigen, spitzigen, weisen, wie Dachsie»gel übereinander liegenden Schuppen bedeckt, welche erzur Blühzeit mcistentheils fallen läßt, oder so an sichziehet, daß er fast nackend, runzlicht, ungleichförmigist, und getrocknet ganz purpurfarben wird. Ucbrigensist er sehr einfach und hat keine Aeste. Die Blumen»ähre oder vielmehr das Katzgcn endiget den Stamm,und ist oft so lang wie derselbe, aber noch einmahl sodick, vermittels ihrer eyförmigen purpurfarbenen Deck»blätchcn oder Schuppen, welche sehr dicht wie Dachzie»gel übereinander liegen, und in deren Ausbölungen dieBlumen festsitzen. Innerlich ist diese Pflanze weiß,getrocknet aber wird sie scharlachrot!). Frisch giebt sie ei»nen blntro hcn Saft von sich, wenn sie gedruckt wird.Getrocknet und gepülvert hat sie einen zusammenziehen»den Geschmack, aber keinen Geruch, aus welcher Ei-genschaft der Ritter schließet, daß sie nicht auf dieNerven, sondern nur auf die Fiebern, und in die BluteMasse wirke. Dem äuserlichen Ansehen nach, scheinetlbe unter die Familie der Schwämme zu gehören,dcßhal»den sie auch in den Apothecken, unter den Namen detSchwamm von Maltha bekannt worden ist. DieFruchtwerkzcuge zeugen aber deutlich , daß stein die Fa-milie der Krauter gehöre. Sie hat der Gestalt nach ei«ne Ähnlichkeit mit der Hundsruthe, woher ihr Nameseinen Ursprung hat. Wiederholte Erfahrungen habenbcstattigct, daß diese Pflanze, wegen ihrer zusammen»ziehenden und konischen Kraft ein specifikes Mittel wi»

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