Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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176 Vierte Classe. 2iter Abschnitt.

^ . eckig, und wird zween Elen auch in fetten Boden wohl

' Manns hoch. Die herzförmigen lang zugespitzten undam Rande stark sagcnartig gezahnten Blatter stehenauf eigenen Stielen einander gegenüber. Die grünli«chen Blüthen stzen paarweise an ästigen Traubchen umdie Blatstiele herum, und zwar die männlichen undweiblichen, jede auf besondern Pflanzen, weswegen die-se Art in die folgende Klasse billig zu verweisen Ware,wenn nicht alle übrigen Arren nur mit halbgetrenntenGeschlechtern versehen waren. Die ganze Pflanze ist,wie die vorige, mit sehr feinen haarförmigcn und bren-nenden Stacheln besetzt, welche durch das Vergrösse.rungsglasals Röhrchen erscheinen, an dessen unterstemEnde, wo es nehmlich auf dem Blate oder Stamme an-sitzt , ein Bläschen befindlich , worinn eine Fcuchtig.kett enthalten ist, die vermuthlich bey dem Nesselstichdas empfindliche Brennen und die Blasen verursacht.Die Brennncsseln haben eine reinigende und zertheilendeKraft, dienen wider den Husten und die Engbrüstigkeit,so von einem dicken und zähen Schleim herkommen, trei-ben Harn und Grieß, hemmen das Blutspcicn, dieDlutsiürzungen, den allzustarken Abgang der monatli-chen Reinigung und der güldenen Ader. Die zartePflanze wird von vielen in Frühjahr als Kohl gegessen,und das junge Geschoß (Turiones) der Nesseln sollWie Hopfcnsalat eine Ltckerspeise abgeben. Wennmanden Kühen unter der Siede oder ihrem BrühfutterNesseln zu fressen giebt, sollen sie viel Milch davon be-kommen. Man pflegt auch im Frühling sie abzuschnei-den, dürre zu machen, und zum Wintersutter aufzube-wahren. Junge Nesseln klein gehackt und mit Waizen»lleyc vermengt, ist für die jungen Gänse sehr zuträg-lich Wenn man einem Kapaun auf der Brust und andem Bauch die Federn ausrauft, und die entblößteS telle wohl mit frischen Nesseln reibt, so kann man ihnnöthigen, nicht allein die ihm untergelegten Eyer aus«tubrüren , sondern es werden auch die jungen Hühner

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