Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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nz2ke Gatt. Nessel. Vrtica. 177

von ihm so gutalsvonderGluckhenne ausgeführet werden. ^ C |r e fMan ist auch imStande mit derNessel es viel weiterzu tret.ben,dies lehrt uns derErfolg auf die berühmteKur dcrUrti.cation/ oder des Peitsche,is mit Nesseln. Der Mensch,sagt der muntereVerfasscr in der Onomatologia med.practica S. 14s. welcher überhaupt viel nüzlichcsvon den Thieren zu lernen pflegt, muste schon in Zeilenwahrnehmen, daß der Esel um desto verliebter w rd,je besser man ihn prügelt. Hieraus hat er sich den Nu»tzen deö Peirschens im Zeugungsgeschaste ohne Mühe ab.strahircn können. Insonderheit hat die Urtication,wenn sie unmittelbar an dem schwachen und krankenTheile angebracht wird, viele erwünschte Folgen ge«habt. Da die Brennncssel mit ihren Wurzeln ganzflach obenhin lauft und einen dicken Filz macht, so kannman mit derselben nackendeFelsen fruchtbar machen, wennman nehmlich solche vorher mit zwey Zoll dicker Erdeüberstreuet, und die Wurzeln darein leget. Denn sieverwachsen ketten-und nezmeise so ineinander, daß keinWassernuß von einem Platzregen den neuen Erdgrundwegzuwaschen im Stande ist. D. Schässer in Re-gensburg bereitete Papier aus Nesseln, worüber manseine Versuche vom Papiermache» Regensb. 176 s.nachlesen muß. Der wie Hanf oder Flachs zubereiteteStamm laßt sich spinnen und giebt einen guten Faden,man würde aber sehr irren, wenn man das zu Man«chelken, Halskrausen, Schürzen rc. so beliebte Nessel«tuet) von dieser Nessel herleiten würde; es wird lezte«res aus zarter wcisser Baumwolle bereitet, und soll ei-gentlich Ncsteltuch, nicht Nesseltuch heissen. Stahl inSaft von Nesseln abgelöscht, macht denselben weich,und zuui Arbeiten bequemer. Die Wurzel mit Alaungekocht, färbt gelb. Die Saamen täglich eine Hand«voll zweymahl unter Haber gemengt, bringt bey denPferden glatt glänzend Haar zuwege. Baumöl lin«dcrt die Schmerzen des Nesselsirchs.

Lüme pfianzensvst. X. Th. M

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