Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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iizyte Gatt. Pfeilkraut. 8s§ittLris. rn

cheu stehe»/ sind weiß und am Nagel purpurfarbig,Die harten stachlichten / grünen / nachher etwas röth»lichen Früchte sitzen meistens paarweise ohne Stielche»und gleichen einigermassen den Erdbcerfrüchten. VonArzneykräfien ist bey diesem Kraute nichts bekannt/ alsLaß es eine kühlende und anhaltende Kraft hat , vielPhlegma und Del/ aber wenig Salz bey sich führet.Die Schaafe fressen es nicht/ wohl aber das andereVieh. Die Chinrser bauen/ nach dem Bericht des Os-beckö/dieses Pfeilkraut an vielen Orten mit grosem Fiel-se an / und bedienen sich der knolligen Wurzel , welcheeine Aehn.'ichkeit mit den Bataten hat / zur Speise. Esist aber viel grosser als das unserige; denn die Wurzeldes chinesischen Pfeilkrauts hat die Größe einer geball-ten Faust und ist langlichr rund. Der Schaft und dieTlarstiele sind sechseckig/ und ziemlich stark / die Blat-ter haben eiif rothe Nerven/ davon die mittlere nachbeyden Seiten ästig sind ; die Blumen sind quirlförmiggestellt und drey und dreyßig an der Zahl / vermuthlichrührt der Unterschied von der Cultur her; und solltewohl nicht unser Pfeilkraut durch dieselbige gröser wer-den ? Der verdienstvolle Herr Hofrath Slhrebcrthut in der Vorrede zu des Herrn Adjunkt Georgsübersetzten Osbeckischen Reise folgenden Vorschlag:Man müste zu dem Ende gegen den Herbst schmaleWassergraben oder Klinger wie die Brunnenkreß Klin-gen machen/ in selbigen einen kurzen wohl gcfaultenDünger und oben darauf einen mit Sand gemischten Lei-men bringen , sodann das Pfeilkraut/ welches aber nichtim Wasser / sondern nur in einem sumpfichten Boden ge.wachsen seyn muß / weil die Wurzeln von jenem viel zulang sind/ in einiger Entfernung von einander hineinpflanzen , oder noch besser den Saamen davon hineinsäen/ sodann Wasser darüber lasse»/ welches aber kei-nen Ablauf haberi/ sondern beständig darauf stehen blei-ben muß. Die Pflanzen müssen im folgenden Herbstewieder in eben vergleiche Klinger verpflanzt / nnd da,O 2 mit