n4yte Gatt. Kürbis. Lucurdita. 24z
wird. Dic Feucht ist faß kugelrund und wird durch Kürbis,die Wartung sehr groß, so daß sie oft drey Schuh lan.ge,und zween Schuh im breiten Durchmesser wird. Siewird oft dreysig Pfund schwer, ja zuweilen wird sie sogroß, daß sie kaum ein Mann ertragen kann. Unterihrer Rinde sitzt ein weiches röthliches Fleisch, das sosaftig ist, daß beym Essen der Saft häuffig umherfließt,auch sich sogleich in eine in demselben gemachte Höhlesammlet. Sie schmeckt angenehm süß und hat vvrtref»liche kühlende und durstlöschende Eigenschaften. In ih.rem Vaterlande, und wo sie gcbauet wird, dient siestatt des Getränkes und Arzney. Man ißt sie auchroh mir Brod. Zu hauffig genossen, besonders wennman sich erhitzt hat, erregt sie, wegen ihrer großen küh.lenden Eigenschaft, leicht Durchfälle, gallichte Bauch»fiüße, Kolik, und ähnliche Krankheiten, hingegen ist siein den heisscn Ländern auch eine wahre Erquickung.
Nur ist zu beklagen, daß sie sobald faul wird. Diekurze Zeit hindurch, in der sie daist, wird sie widerdas hitzige Fieber gebraucht, gemeiniglich so wenigstensin Aegypten, daß man den, in einer in ihr gemachtenHöhle zusammengeflossenen Saft, mit Rosenwasser undZucker vermischt, nehmen läßt. Wider faule Fieberwird sie nie von den chinesischen Aerzten gegeben.
Man soll sie auch wider die von genommenen Mohn»safte entstandene Zufälle gebrauchen. Ihr Saame isteyrund, zusammengedruckt, und schließt in einer schwär«zen Schale einen weisen Kern ein. Wegen seines Oelsnimmt man ihn zu Emulsionen. Trocken geniescn ihndie Ehineser, wenn sie auf den Strassen spatzieren ge-hen, zum Zeitvertreib und als ein abkühlendes Mittel.
Von den Aerzten wird er mit zu den vier großen küh-lenden Saamcn genommen.
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