nsZte Gatt. Spinat. 8pinack. 265
Spinacia ( plabra ) foliis oblongo- ovatis, seminibus g* , »■
glabris MILL. Dict. n. 2. üpinAr,
Von dieser sehr bekannten Gcmüßart, welche inden Kuchengarten jährlich aus den Saamen gezogenwird, ist das Vaterland noch unbekannt. Es scheintden altern Krauterkundigen unbekannt gewesen zu seynund gehört vielleicht unter diejenigen Gewächse , dienur dem nördlichern Theil unsers Erdbodens eigen sind.
Man hat von selbiger zwo Abänderungen. Erstere hatstachlichte Saamen , und ist in den Kuchengarten einsehr bekanntes Kraut, dessen zu Muß gekochte Blattereine der gesundesten Frühlingsspe,sen für den Menschensind. Letztere kann ein sehr gutes, heilsames und früh«zeitiges Futterkraut, besonders für das Rindvieh ab«geben , wenn man die Saamen in die Gerstenstoppeln,nachdem der Acker gestürzet ist, im September säet;denn der ausgesäete Spinat geht bald auf, und wach«set vor dem Winter, zumahl bey gutem Herbstwetter,in ziemliche Stauden. Er stehet alle Kalte aus, undobschon die auscrn Spitzen der Blatter bey starker Kal»te, wenn kein Schnee darauf lieget, erfrieren, so blei-ben die Herzen dennoch gut, und sobald im Frühjahrder Schnee hinweg ist , fangt er an zu wachsen, undden Acker solchergestalt zu bedecken, daß man ihn imApril und May zweymahl abschneiden muß, und wenndie Witterung fruchtbar ist, so kann es auch wohl zumdrittenmahl geschehen. Doch diese dritte Ernde istnicht von sonderlichem Betrage, und kann solche denSchaafcn überlassen werden. Schreb. ökon. und ca«meral. Samml. Th. s. n. 8-
2 ) Wilder Spinat. Spinacia fera. Zwote_ . Art.
mit gestielten Fruchten , Spinacia fructibus pedunculatis.
LINN. Syst. Veg. p. 742. Sp. Pl. p. 1456. Spi- Unters»nacia foliis ex deltoideo - ovatis , subfinuatis, capl'u- zeichtN»lisin orbem positis. GMEL. Sib. 3. p. 86. n. 67. t.
16. AINliVl. ruth. n. 247.248.
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