Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
Seite
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L68 Vierte Classe, rrter Abschnitt.

pempt. 53 v Cannabis. LOB, Ic. 526. Cannabis

sterilis. DOD. pempt. 535".

Persien ist eigentlich das wahre Vaterland unsersHanfs: nachdem selbiger aber beynahe durch ganz Eu-ropa angebauet wirb , so säet er sich von sich selbst aus,und ist also in den meisten Gegenden unsers Welttheileseinheimisch geworden. Man nennt die männlichePflanze rm deutschen insgemein Fimmel, tauberHanf, Femel, und die weibliche grüner Hanf, spä-ter Hanf, Bältling. Nach dem lateinischen Can-nabis wird er ferner im französischen Chanvre, im Ira-nischen Canamo , im englischen Hemp und >m hol-ländlichen Hennip genennt. In Dstindien, woselbster auch wild wachsen soll, wird er Ginje, und vonden Iavanenan der großen Küste von Indien, als auchin Persien Bangue genennt. Die Araber nennen ihnAxis und die Türken Atarath. Der wilde ist vondem zahmen oder gesäten Hanf, welcher oft manns-hoch auch wohl weit höher (S. aAeckm. Grunds derdeutsch. Landw. S. 386.) wird in nichts verschieden.Die Blätter haben lange Stiele, und bestehen wiederumaus drey, fünfoder sieben kleineren langen lanzettförmi-gen scharf zugespitzten am Rande sagenartig gezähntenBlätchen, wovon die äusern kürzer als die andern,das nuiltlste aber das gröste und breiteste ist. An dermännlichen Pflanze oder dem Fimmel, (welches vonfemella entstanden ist, weil o,e Alten die nicht frucht,bringende Pflanze, das Weibchen, und die andere dasMännchen zu nennen pflegten) theilet sich der Stammoben in mehrere Ncbmstämme, welche mit häufigen nie«verhängenden Blätchen besetzt sind, deren Kelchblättervon aussen rökhlicht sind. An der weiblichen Pflanzesitzen die Blätchen in den Blatwinkeln, und haben, be-sonders wenn man sie reibt, einen starken widerlichenGeruch. Die ganze Pflanze hat einen starken und be-rauschenden Geruch. Die Morgenländer bedienen sichvericyiedener Theile desselben, und wissen daraus durch

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