Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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^i6zte Gatt. Bingelkrairt. Mercurialis. rzi

fehlerhafte Abbildung dieses Gewächses geliefert, an Bingrl«welcher auf einer Pflanze die männlichen Blumen, sowie die Saamengehäuse als Folgen der weiblichen sie«hen. Die griechischen und römischen Schriftsteller unddie Krauterkenner des fünfzehenden und sechszehendenJahrhunderts scheinen von dem narkotischen Gift die.ser Pflanzen und ihren schlimmen Wirkungen ganz undgar nicht unterrichtet gewesen zu seyn. E>i»skondesselbst, wenn er anders unter der Cynia oder Cyno-crambe diese Pflanze versteht, welches noch ungewißist, preiset sogar ihren innerlichen Gebrauch an:ner empfahl es als ein gutes Zugemüß undPrevotalsein gelinde abführendes Mittel, auch Knaut und Isel).seid haben es mit der folgenden unschädlichen Art ver.wechselt. Erfahrungen haben gezeigt, und Beyspieleaus den philosophischen Transactionen haben darge.

Ihan, daß es sowohl Schaafen als Menschen äuserstschädlich jene, daß es durch eine betäubende und einschlä.fernde Kraft in kurzer Zelt tödte, wenn man nicht mitBrechmitteln zu Hülfe kommt. Das Weib eines ge.wissen Wilhelm Marlsiewö, ohnweit Selop, sammel.te einige Kräuter und schmelzte sie mit etwas Fett, umsie mit ihrer Familie des Abends zu essen. Nachdemsie etwann zwo Stunden im Bette gelegen war, wur.de eines von den Kindern sehr krank, welches auch zweyandern gleich darauf geschah. Sie stund auf, brach,te die Kinder ans Feuer, wo sie purgierten , vomirten,und in einer halben Stunde in einen festen Schlaf sie«len. Sie legte sie wieder ins Bette, gieng selbsten wie,der schlafen, und schlief fester als jemals vorhin. DerMann erwachte nicht eher, als drey Stunden nach seiner.gewöhnlichen Zeit, gieng wieder an die Arbeit, und ver-trieb dadurch, und durch die Starke seiner Leibcscon«stikution alle schädliche Folgen: fand sich aber dem ohn«geachtet täglich mit einer ungewöhnlichen Hitze im Kienbeschwert, welches er unter der Arbeit, öfters mit Was.ser abkühlen muste. Das Weib wurde sehr krank, und

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