Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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i i6;te Gatt. Bingelkraut. Mercurialis. 293

spicatis. LINN. Syst. Veg p. 746. 8p. Pl. p. 7465Hort. Cliff. 461. Hort. Vpf. 293. Mat. Med. n.602. ROY. lugdb. 263. DALIB paris. 302 MILL.Dict: n. 1 REYG. ged. r. p.236. SCOP. Carn. 2.n. 1226. LEERS herb. n 767. HUDSON. Fl. Angl.T. II. p. 433. NECK- gallob. p. 410. GORT. belg.28v I’OLLICH. pal. n. 932. BLACKVV. t. 162.foemina. Mercurialis caule annuo brachiato, foliifiglabris, conjugatis, ovato-lanceolatis HALL. helv.n. 1600. Mercurialis testiculata s. mas. C. BAUH.pin. p. 121. £. Mercurialis mas. DOD. pempt.658est femina. Mercurialis spicata s. femina. DOD.pempt. 658. est mas. LOB. Ic. 239.

Diese Art, welche in schattichten Orten, und als«in beschwerliches Unkraut in Garten und Weinbergendurch ganz Europa wild wachst, blüht im Sommerund später als die vorhergehende Art. Sie ist zart undsaftig, ihr Stamm, welcher einige Seitrnäste treibt,wächst aufrecht und wird ungefehr zweenSchuh hoch. DieBlatter sind nicht rauh, wie an der vorhergehenden Art,sondern glatt, übrigens aber sowohl der Gestalt als Lagenach einerley. Die grünlichen mannlichenBlumen bildenin den Blatwinkeln unterbrochene Aehren, die weiblichenhingegen sitzen zu zweyen in den Blatwinkeln ihrerPflanze ohne Stiele fest. Es gehört das Bingelkrautunter die erweichenden, und vermittelst dieser Eigen-schaft in vielen Fallen gelinde abführenden und schmerz-stillende Mittel, weswegen >eS auserlich sowohl als in-nerlich tn Klystiren, in Umschlagen, in einem Tränke,in einem ausgepreßtem Safte, oder auch mit Honigvermengt gebraucht wird. Es sind aber bey dessen An-wendung die Kennzeichen , wodurch es sich von der vor-hergehenden schädlichen Art unterscheidet, wohl in Achtzu nehmen. Es kann in Garten zu diesem Endzweckeleicht unterhalten werden , wo es aber sehr bald zueinem beschwerlichen Unkraut wird, welches das frucht,bare Land aussauzet.

T Z 4) Fil-

Bingel-

kraut.