Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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Ter.

met.

30 6 Vierte Classe, rzter Abschnitt.

Oiäk. n. 1. ic. t. 271. GUNN. norueg n. 1.1.SCOP. Carn ed.2. n. 1233. JACQU. austr. t. 33?.IVlATTUSCIiK. Silel'. n. 729. PALL. it. !. p. 49-Veratrum pedunculis corolla evefta parente brevio-ribus. G1MEL. Sib. i p- 7?. Veratrum spica pani-cclata, floribus lexu ditUnftis. HALL. btiv. n. 1204BLACKW. r. 74. Helkborum, f Ve; atrum album.DOD. pempt. 383. Elleborum album. Matth. inDinscor. p. 1219. Helleborus albus flore lubuiridi.C. BAUH. pin. 186. Helleborus albus, exalbido flo-re. CLUS. hist. 1. p. 274.

Dieses Gewächs , welches an kalten grasichtenDrten und hohen Berggegenden in Rußland, Sibi-rtrn, der Schweiz, Italien und Griechenland wildwächst, wird insgemein, wegen der weissen Wurzel,weisse Nieswurz , oder welsses Nieskraur ge.nennt. Es hat eine stark« knollige Wurzel, die sehrviele rundliche Fasern treibt, nebst eine« aufrechtste«henden drey bis vierSchuh hohen einfachen Stamm. DieBlatter an selbigem, welche sich nach und nach von stlbi.-em, den sie anfangs Wechselsweise gleich einer Schei.de umschließen, losmachen, sind groß, eyförmig, lan«zettförmig zugespitzt, und mit starken Linien oder Für«chen durchzogen. Die Blumen sind etwas rauch, steif,weiß, auswärts grünlich, gestreift, und stehen in ei«nem aus mehrern kleinen ährenförmigen Straußen zu.sammengefttzten Strauß dicht« beysammen: ihre dreyüussern Blatchen sind etwas härter, als die innern, die.se aber bleicher als die äusern. Die obern Blumensind Zwitter, die untern aber bloß männlich. Siehat einen scharfen, bitterlichen, etwas zusammenziehen,den widrigen Geschmack, die Wurzel besonders erregt,wenn nur wenig mit selbiger die Lippen berühretwer.den, eine außerordentlich heftige brennende und beissendeEmpfindung. Durch die Destillation erhält man auöselbiger einen überaus starken caustischen Geist. Waffe,riges Extract erhalt man sehr viel, und beynahe dashalbe Gewicht ; das geistige Lxtrack würkt aber so gar

statt