Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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des Ostindischen Vrodbaums. 34V

ist nur dünn, und die Frucht hat einen Kern , welcherohngefehr so dick ist , als der Screl eines kleinen Mes.fers. Das Fleisch oder der eßbare Theil liegt zwischender HaUk und dem Kern, ist schneeweiß und locker wieneugebackenes Brod. Ehe man sie ißt, muß man sie aberrösten, und zu diesem Ende in drey oder vier Theilezerschneiden. Sie hat keinen rechten Geschmack, aus.genommen daß sie etwas süßlich ist, und einigermassenwie die Brosamen eines mit der Jerusalems Artischocke(Helianthus tuberosus LINN.) vermischten Wei^zenbrodes schmeckt.

Sieben bis acht Monate lang tragt der BrodbaumFrüchte, und man darf und kann sie auch eben so langecn selbigem pflücken. Um aber inzwischen oder in denvier letztem Monaten auch mit selbiger versehen zu seyn,lassen sie die Frucht des Brodbaumö gahcen, machen al.so emc Art eines Sauerteiges daraus, den sie Methienennen.

Der Mahle , dessen sie sich in Ermanglung reiferBrodfrucht, und ehe die Jahreszeit zu Emsammlung derfrischen herankömmt, zu bedienen pflegen, wird fol»gendermasscn gemacht:

Die Frucht wird kurz vor ihrer gänzlichen Zeit!,gung abgepflückt, auf Haufen geschüttet, und mit Blat-tern wohl zugedeckt. In diese». Zustande gahret sie, undwird übermäßig und unangenehm süß. Alsdann nimmtman durch gelindes Ausziehen des Stieles, den Kernheraus, wirft das übrige von der Frucht in ein Loch, dashierzu gemeiniglich in den Häusern gegraben, und aufdem Boden und an den Seilen nur Gras gefüttertwird, alsdann bedecket man das ganze mit Blattern,und legt schwere Steine darauf: m diesem Zustandegahret die Frucht noch einmahl und wird sauer; als.dann aber halt sie sich viele Monace unverändert. Jenachdem man ncrnach etwas davon gebrauchen will, nimmtman so viel als nöthig aus dem Loche hervor, und machtKugeln daraus, welche in Blauer eingewickelt und geba.

§ S cke»