des Ostindischen Brodbaums. Z47
wahrer Teig daraus geworden , der alsdann in ein Ge-säße, das einer Fleischer. Mulde einigermassen ähnlich ist,geiüllec, und entweder allem, oder auch, \t nachdem esdem Herrn beliebt, mit Banana oder Mahle geknarrt, all-mählich mit Wasser begossen, und oft gelinde durch dieHand gepreßt wird. Unter dieser Zubereitung nimmt siedie Consilien; eines dicken Fladen« an, man füllt alsdanneine große Cocusnußjchaale voll davon, setzt ihm diesevor und er jchlürsc eö aus, wie wir mit einem Glas vollGelee thun würden, wenn wir keinen Löffel dazu harren.—
Auf Java, so wie auf verschiedenen andern indische»Inseln, wo Uebcrfluß an Reiß und ähnlichen Kornfrüch-ten vorhanden, ist der Genuß der Vrodfruchc weniger -mGebrauch. Dem ohngeachret verspeisen selbige die Insu-laner dald gebraten, bald auch mir Zucker abgekocht: aberalsdann «st sie ein sehr schwere« Nahrungsmittel, eben soschwer zu verdanci,, und nur eine Kost für starke und ar-beitsame^ Diejenige Brodfrucht, die Java und anderewestindische Inseln hervorbringen , ist gröstencheils jene,von welcher bisher die Rede war. Sie hat keine Saa-mcnkörner oder Nüßgen, und die ältesten Insulaner aufTahiti versicherten D. SolanVer, daß ihnen vor die-sem eine ziemliche Anzahl saamcnlragender Baumgewachsebekannt gewesen wäre, dac sie aber nie sonderlich geach-tet, hingegen jene desto mehr, die sich durch auslauffendeRanken sortpflanzken. Im Gegentheil haben auf den m»-lukkischen und andern südöstlichen Inseln die Saamen-undKörner tragenden Brodbäume einen desto grösser» Werth.Keine Negerey existirt ohne dieselbe, und das Volk lebtgröstenthcilö von jenen kleinen Kernen oder Nüßgen, diedie Frucht derselben einschließt, eben so wie die Einwoh-ner verschiedener Gegenden Frankreichs von Kastanien.
Der eigentliche Brodbaum oder derjenige, von dembisher die Rede war, wird vom Arimph Soccus lano-sus, oder der wollige Soccusb'cnim genrnnt. SoccunCapaSjOb« Woll- Sokus, weil das Fleisch der Frucht
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