Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
Seite
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zLF Beschreibung

Stamm, der eine Höhe von fünf Klaftern erreicht/ fich«zu obcrst in eine Menge Aest- theilet, und so dick alsein Mann wirb. Diese Aeste breiten sich weit ausein-ander, und die Blatter womit selbige besetzt find, stehenwechfelsweise auf eigenen Stielen, sind langlicht, tiefeingeschnitten: diese Einschnitte bilden neun Lappen, wel.che glatträndig, rauchharig sind, und weit abstehen.Ihre Oberfläche ist grün und mit bleichen Nerven durchszogen; ihre Unterfläche aber ist bleicher. Im ganzenerreichen sie eine Lange von zween Schuhen, und eineBreite von einem: die jüngern sind kleiner, gefalten undklebrig : auch sie geben verwundet einen milch,artigen zähen Saft von sich« Ihre Stiele sind einiger-massen dreyseitlg, rauchharig, einen Zoll lang, undziemlich dicke. Die Blatanfaze wickeln gleichsam die jün-gern Blatter ein, sind an der Zahl zwo, ungesiieil,lanzettförmig, scharf zugespitzt, ausgehölt, glattrandig,inwärts glatt, auswärts zottig, einer Handbreit lang,und fallen ab. Die Blumen sitzen in den Winkeln derBlatter an den äusersten Zweigen, die männlichen so wiedie weiblichen jede besonders , an einem besondern Ast,auf Stielen. Jeder dieser Stiele ist beynahe rund,ge»rade, rauchharig, zween Zolle lang, und fast Fingersdick. Die unreife Frucht grün und hart, reif etwasweicher, gelb, oft so groß als ein Kindeskopf, von un-angenehmen Gerüche,

Hiervon zwo Abänderungen.

*) Mit unfruchtbarer, zackiger, gefurchter Frucht, de-ren Furchen zwischen den Eierstöckcn netzartig ver-theilt sind, auf welchen überaus kurze Griffelstehen bleiben, und die mit sehr kleinen tau«den Saamen angefüllt ist.

ß) Mit fruchtbarer Frucht, auf welcher die Eyerstöckehervorstehen, und durch die langen stehen blei-ben«