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5 (1831) Geschichte der Erd-Oberfläche / von Johann Gottfried Sommer
Entstehung
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196
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Bette desHodgebeck, für sehr beachtenswerth, da esdie Möglichkeit ausschließt, den schlammigen Bodensatz,der in ihnen gefunden wird, einer Landfluth oder einembesondern Anschwellen der jetzt in diesen Thälern undSchluchten fließenden Gewässer zuzuschreiben.

Die Oeffnung der Kirkdaler Höhle war mit Schuttverstopft und mit Rasen und Gebüsch überwachsen, ehesie im Jahre 1321 durch Steinbrecher entdeckt wurde,welche bei ihrer Arbeit zufällig darauf geriethen. DerEingang hat jetzt etwa 5 Fuß ins Gevierte, so daß einerwachsener Mensch hineinkriechen kann. Inwendig abererweitert sich die Höhle an Breite und an Höhe von 7 bis12 Fuß, und zieht sich im Zickzack an 150 bis 20 o (engl.)Fuß in den Felsen hinein. An den Seiten bemerkt manhier und da Eingänge- zu andern Höhlen, die aber mitTropfstein und Schutt verstopft sind. Vom Eingänge derHaupthöhle an besteht sowohl das Dach als auch derBoden derselben auf einige Aards weit aus wagrechtenKalkschichten, die nicht die mindeste Spur von Spaltenoder Rissen zeigen. Dann aber ist der ganze Boden derHöhle, bis etwa einen Fuß tief, mit einer gleichförmigenLage Schlamm bedeckt, den unstreitig eine Ueberschwem-mung der Höhle abgesetzt hat. Nur an einigen Stellenfand man dieses Schlammlager mit einer Tropfsteinrindebedeckt. Unter und in diesem Schlamm zeigte sich nun,vom Anfange der Höhle bis zu ihrem Ende, eine unge-heure Menge Knochen-Bruchstücke und Zähne,aber nicht versteinert, sondern meistens noch ganz in ihremnatürlichen Zustande, und durchaus nicht abgerieben oder