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5 (1831) Geschichte der Erd-Oberfläche / von Johann Gottfried Sommer
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213
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daher auch nicht annehmen, daß sie zufällig dahin getra-gen oder verschleppt seyn könnten.

5) Finden sich in den nämlichen Lehmausfüllungender Klüfte des benachbarten ältern Kalksteins, derdiesen eingelagerten ältern Gyps bedeckt, ganz unbezwei-selt Hyänen - und Löwenkn 0 chen, von der fossi-len Art, welche sich am meisten dem Jaguar nähert,nebst Nashorn- und andern, noch näher zu unter-suchenden, großen Landthier-Knochen, worunter sich auchsehr starke Hirschgeweihe befinden, welche gleichfallsnoch eine nähere Prüfung ersodcrn, um hinreichend aus-zumitteln, welcher Hirschart sie eigentlich angehören.

6) Kommen die nämlichen Hirschgeweihe in denKlüften der Gypsbrüche, ganz aus gleiche Weise wie dieMenschenknochen, vor.

7) Die Letztcrn haben sich nach der- einstimmigenAussage der Arbeiter schon seit Eröffnung der Gyps-brüche über 50 Jahre lang, immer unter gleichen Um-ständen gefunden.

8) Finden sich unter den kleinern Landthier-Knochenin den Gypsklüften mehre, welche in ihren Formen vonden Knochen ähnlicher, noch gegenwärtig vorhandenerThierarten wesentlich abzuweichen scheinen.

9) Sämmtliche Arbeiter der Gypsbrüche, welchemehrmals über alle solche Umstände, die lediglich von ihnenbei Auffindung der Menschenknochen beobachtet werdenkonnten, vorgenommen wurden, bleiben sich in ihren Aus-sagen durchgängig gleich und bestätigen einstimmig dievorstehenden Angaben.