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5 (1831) Geschichte der Erd-Oberfläche / von Johann Gottfried Sommer
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215
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einzustimmen scheint. Neuerlich haben sich auch noch Schä-del von kleinen Raubthier-Arten, wie z. B. Marder,gefunden, und es könnte daher doch möglich seyn, daß jeneKnochen von den Letztern in ihre vormaligen Höhlen undSchlupfwinkel zusammengetragen, und später, vielleichtschon seit mehren Hundert Jahren, von dem darüber gela-gerten und eingeschwcmmten Lehmboden fest umschlossenund gleichsam verkittet worden wären.

5) Ist von diesen kleinen Thierknochen, welche zwargleichfalls ein hohes Alter verrathen, doch nur die gerin-gere Zahl wirklich verkalkt (calcinirt), und von gleicherBeschaffenheit mit den übrigen fossilen Thier-Knochen.

6) Ist den bisherigen Erfahrungen zufolge zu wenigWahrscheinlichkeit vorhanden, daß sich bloß hier wirk-lich fossile Menschen - Knochen vorfinden sollten, da sichnoch keine frühere Entdeckung dieser Art die Men-schen-Knochen von Guadeloupe ausgenommen, dieunter ganz andern Umständen vorkommen bei nähererPrüfung wirklich bestätigt hat. Wenn man auch gleich imKalktuff bei Bilsingsleben und Meißen , und inden Lehmlagern beiKannstatt, in der Nähe der dortaufgegrabenen großen Landthier-Knochen, Menschen-schädel und Knochen auffand: so bleibt es doch bis jetzt nochimmer zweifelhaft, ob diese wirklich fossil waren, und obsie nicht vielmehr zufällig dahin gerathen seyn konnten."

Ln den Nachträgen zur Petrefactenkunde(Gotha , 1322, S. 1 bis 16) giebt Baronv. Schlot­ heim noch einige Nachrichten, theils über die schon frü-her beschriebenen Kostr i tz e r L h ier - und Menschen-