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Auch die Menge von Flötzen, welche oft innerhalbeines eben nicht ausgedehnten Gebietes auf einander fol-gen, widersetzen sich dieser Annahme. Zu Anzin durch-schneidet, nach D'Aubuisson, ein Stollen von wenigerals 1000 Metres Länge mehr als 50 kleine oder großeFlötze. Zu Lüttich hat man 61 über einander wahr-genommen. Das Gebirge von Duttweiler bei Saar brücken enthält 52 Steinkohlen-Flötze. In dem kleinenSteinkohlen-Kessel bei Eschweiler hat man 46 deut-lich unterschieden, ohne eine Menge anderer sehr kleinerzu rechnen, deren geringe Mächtigkeit sie keiner Beachtungwürdig macht. Zu New-Caftle durchsetzt' der Schachtvon Killingworth, von 210 Metres Tiefe, 25 Flötze.Die Sandstein- und Schieferthon - Flötze (in deren Be-gleitung die Steinkohle überall erscheint) sind in nochgrößerer Anzahl vorhanden.
Welche unstatthafte Voraussetzungen würden abernicht dazu gehören, wenn man die Entstehung so vieler,schnell auf einander folgender Flötze und Steinkohlen, ausüber einander geworfenen Bäumen erklären wollte! DerGewächsstoff, von welchem diese Flötze herrühren, muß inflüssiger Gestalt oder doch in Einern Zustande vongroßer Weichheit vorhanden gewesen seyn und sich inForm eines Niederschlage? auf dem Boden abge-irrt haben. Die Gewächse, welche den Stoff dazulieferten, siny, nach den Ueberresten derselben zu urtheilen,Wasserpflanzen, Pfarrcnkräuter, Schilfe und Palmenartengewesen, und wahrscheinlich sind sie durch Schwefel-säure in Kohle verwandelt worden. Aus der Voll-