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liefern. Was die Steinkohle von Pomiers betreffe,so könne solche nicht als eine wahre Steinkohle angesehenwerden, indem das Gebirge, worin sie vorkommt, garkein eigentliches Steinkohlen-Gebirge sei.
So unbezweifelbar nun auch der pflanzliche Ursprungder Steinkohlen seyn mag, so kann man gleichwohl nichtannehmen, daß sie durch umgestürzte Wälder entstandenseien. Dawider sprechen hauptsächlich die vielen dünnenStcinkohlenschichten, und die Wiederholung derselbenin einzelnen Gebirgsgegenden, mit einerlei Streichen undFallen. Nach D'Aubuisson ist die Mächtigkeit derSteinkohlen-Flötze meistens geringer alsein Metre, bis-weilen geht sie auf zwei, selten auf drei Metres. „Untermehr als fünfzig Flöhen," — sagt er — „welche ich imJahre 1305 zu Anzin gesehen habe, giebtes nicht zwölf,die mächtig genug sind, um eines Abbaues fähig zu seyn,und das mächtigste hatte nur 11 Decimctres (i-/^ Metre).In dem ganzen reichen Steinkohlen-Zuge, welcher Flan-dern, Belgien und das Lütticher Land durchsetzt,erreichen die Flötze selten zwei Metres. Eben so ist es mitdenen bei Newcastle inEngland, und nach den im Jahre1314 von Winch gelieferten Listen war das mächtigstenur 6 Fuß i Zoll (engl.). Von dreißig, durch die Bauebei Waldenburg in Schlesien entdeckten Flötzen habenzwei bloß 2)- Metre." U. s. w. Es giebt sogar Stein-kohlen-Flötze von 1 Zoll und noch weniger Mächtigkeit, diedas Gestein nur in Gestalt von Adern durchziehen. Wiekann man annehmen, daß so dünne Schichten von Stein-kohlen durch umgestürzte Wälder entstanden seien?