MITTEL-JURA. II0CHGEB1RGSKALK.
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gebogen und geknickt (Leonb. Jahrb. 1842). Das Erz istdichter Rotheisenslein und, in der obersten, 4 bis 5 Fussmächtigen Abtheilung des Lagers, Schwarzmanganerz. Be-gleiter sind Schwefelkies, Magneteisen, kohlensaures Man-gan, Schwerspath, Flussspath u. a. Mineralien. Die dasLager einschliessende Gebirgsmasse ist bläulich schwarzer,dichter oder versteckt krystallinischer, sehr spröder Kalk-stein, von bedeutender Mächtigkeit. In ihrer Grundlagefindet man, gegen Wallenstadt zu, schwarze oder eisen-schüssige Schiefer und oolithische Kalksteine , die I’entacri-niten enthalten und wohl dem unteren Jura angehören; inder Höhe liegt auf dem schwarzen Oxfordkalk, wohl 300mächtig, Neocomien.
Die Hauptmasse des Hochgebirgskalks ist arm an or-ganischen Ueberresten. Vereinzelte Belemniten, mit demGestein verwachsen und nicht näher bestimmbar, seltenerAmmoniten, linden sich hier und da in Trümmern, derenursprüngliche Lage oft schwer zu bezeichnen ist. Die Be-lemniten sind nicht selten, wie in der Mittelzone, durchzonenartig eingedrungenen Quarz oder Kalkspath, sehr ver-längert, die Ammoniten elliptisch; die Schieferungsflächendes Kalks zeigen Streifen und Furchen, die auf eine Streckungdes Gesteins hinweisen. In dem Kalk, der vom Rinder-horn nach der Gemmi abfällt, hier die nackten Karren-felder am Daubensee bildet und sich auch gegen Adel-boden und Simmenthal verbreitet, sind Belemniten nichtselten. Die Erze von Chamo so n enthalten Ammoniten,Belemniten, kleine Austern , Terebrateln, die zum Theildurch Fournet genauer bestimmt worden sind. Auch dieErze des Ba 1 m e r eck ho r ns sollen nicht selten Petrefactengeliefert haben; das hiesige Museum besitzt indess von daher nur wenige und schlechte Stücke.
Am reichsten zeigen sich die Schiefer, besonders anAmmoniten, eingeschlossen in Knoten des schwarzen Schie-fers und oft von Schwefelkies oder Eisenoxyd begleitet.Viele dieser Knoten enthalten *uch Knollen von Schwefelkies,oder von schwarzer Thonschiefermasse, die letzteren oftelliptisch cylindrisch mit ansitzenden Verzweigungen, täu-schend Holzverästlungen nachahmend. Wir können diesenAnnnonitenschiefern zunächst die Seefluh, an der Lenk,