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Nördliche Nebenzone der Alpen. Jura und Hügelland : mit Gebirgsdurchschnitten / von B. Studer
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DAS HÜGELLAND.

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DRITTER IIAliJPTTHEIIi.

DAS HÜGELLAND.

Von Chambery her dringt die Molasse, auf beidenSeiten des Saleve, in das breite Thal, das die Alpen devSchweiz vom Jura scheidet und, zum Theil von dicken Kies-massen bedeckt, bildet sie, bis in unbekannte Tiefe, denBoden des Hügel- und Flachlandes. Sie erhebt sich, amRande der Alpen , zu ansehnlichen Gebirgen, mit steilemSchichtenfall, der mit der Lagerung und der späteren Ge-schichte des alpinischen Kalkgebirges innig zusammenhängt.In ihr Gebiet gehören der Napf, 1430 m -, die Bäuchlenim Entlebuch , 1761 m -, der Rigi , 1780 m -, der Speer,1954 , und die mit diesen Gipfeln verbundene, vielfachgegliederte Zone der Voralpen. In grösserer Entfernungvon den Alpen , wo Lausanne , Bern , Zürich , Con-sta nz stehn, sind die Schichten wenig geneigt, oder ho-rizontal ; es hat aber die ältere Erosion breite und tiefeThäler ausgespült, deren Grund zwar durch die Kiesabla-gerung wieder geebnet und erhöht worden ist, zwischenwelchen aber die stehn gebliebenen Massen noch als bedeu-tende Hügel und Hochflächen erscheinen. Auf dieser Linieerheben sich der Jorat, 938 m -, die Bütscheleck,1053 m -, der Belpberg , 894 m -, und Bantiger, 949Heiligenland, 887», der Lin denberg, 869 m -, derAlbis, 918 und P fanne nstie 1, 773 m -, das Hörnli,1136 m -, und das ursprüngliche Niveau des Molassebodensübersteigt daher immer noch um 500 m - die Fläche der inder Nähe liegenden See'n. Noch mehr erniedrigen sich dieHöhen in der Nähe des Jura, und das Hügelland wird hierauch von grösseren Ebenen unterbrochen; doch scheintselbst am Rande des Jura die Bildung noch eine bedeu_tende Mächtigkeit zu besitzen, da nur selten der Kalk isolir