TRIAS. BUNTER SANDSTEIN.
215
welche schalenförmig den Granit umgeben. In Berührungmit Gneis enthält es eckigte Gneistrümmer, zuweilen vonbeträchtlicher Grösse, die wie glimmerreiche Aussonderungenerscheinen. Nicht selten zeigen sich Adern und Drusen-höhlen, theils mit Quarz, theils auch mit Flussspath er-füllt oder ausgekleidet. Nach Rengger sollen im Granit selbstauch Einmengungen von Flussspath , Schteerspath und hupfer-lasur Vorkommen.
Auf dem linken Rheinufer zeigt sich der Uebergang desGneises in rothen Thonstein und Conglomerat, obgleich nurbeschränkt, bei Laufenburg . Die Gneisschichten fallendaselbst, mit 30 0 bis 40 0, nach SW, und dasselbe Stra-tum erscheint an einer Stelle als deutlicher Gneis, in seinerFortsetzung als rotlies Conglomerat, indem allmälig, durchUmwandlung des Glimmers, sich ein braunrother Thonsteinbildet, der erst gangartig den Gneis durchzieht, dann ihnzertheilt, und als Grundmasse Trümmer von unverändertemGneis einschliesst.
Am östlichen Abfall des Schwarzwaldes sind die unter-sten, meist horizontal liegenden Schichten des Rothen Sand-steins durch Quarzdrusen und Carneolpartie’n ausgezeichnet,während die Thonsteine der westlicheren Gegenden nichtmehr auftreten. Bei Waldshut werden diese Sandsteineseit älterer Zeit, unter Tag, zu Mühlsteinen gebrochen,die sehr geschätzt sind und weithin verführt werden. DieMühlsteinbank ,1 bis 2 m - mächtig, besteht aus sehr festemSandstein von mittlerem Korn und kaum sichtbarem, weis-sem Kaolincement; die grauen oder weissen , vereinzelt auchröthlichen Quarzkörner sind eckigt und schliessen dicht aneinander. Unter und über der Mühlsteinbank ist der Sand-stein weicher. Der aufliegende ist ein feinkörniger, tho-niger Sandstein, violett, mit weissen oder grünen Streifen,nach allen Richtungen von festen Adern durchzogen, in wel-chen die Quarzkörner zusammengeflossen, oder durch Car-neol verkittet sind, der auch für sich mehrere Zoll dickeAdern bildet. In diesen Quarz- und Carneoladern kommenunregelmässige, mit einer Chalcedonhaut ausgekleidete Dru-senräume vor, welche in den mürben Sandstein unmittelbarüber der Mühlsteinbank, seltener in dieser selbst, einengrösseren Umfang gewinnen und mit milchweissen oder