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Nördliche Nebenzone der Alpen. Jura und Hügelland : mit Gebirgsdurchschnitten / von B. Studer
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GEMEINE MOLASSE.

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1. Gemeine Molasse.

Der vorzügliche Bausandslein des Mittellandes, vonLausanne , Frei bürg, Bern , Luzern . Körnchen vonQuarz, zuweilen gemengt, mit Körnchen von Kieselschiefer,Feldspath u. a. harten Mineralien, sind umhüllt von einemfeinsandigen Mergelcement, welches, nebst Quarzslaub, auchweisse, durch ihren Glanz unterscheidbare Glimmerschüppchenund grünlich schwarze Pünktchen, wohl aus Eisensilicat be-stehend, einschliesst. In Sauren stark aufbrausend und zer-fallend. In der Hitze sich roth brennend. Die Farbe, wennder Stein ganz frisch ist, bläulich grau, nach längerer Aus-setzung grünlich grau; im durchnässten Zustande ziemlichdunkel, getrocknet, hellgrau. Die Festigkeit des feuchtenSteines ist weit geringer, als die des trockenen; beide je-doch setzen dem Hammer nicht grossen Widerstand ent-gegen und zertrümmern in unebene, sandige BruchstückeMeist regelmässig, in meterdicken Bänken, geschichtet.

In grosser Einförmigkeit kann man diesen Stein stun-denweit verfolgen, ohne wesentliche Abänderungen zu fin-den. Am Ufer der Aare, bei Bern , in den 70 m - höherliegenden Steinbrüchen bei Wabern und nahe am Gipfeldes Gurten, 866 m -, ungefähr 360 über der Aare, istder Stein ziemlich derselbe. So auch in den grossen Stein-brüchen von 0 stermundigen , Stockeren und Krauch-thal, zwischen Bern und Burgdorf .

Als vereinzelte Einlagerungen kommen andere. Abän-derungen von Molasse vor; theils grobkörniger, als dieherrschenden und mehr Feldspaththeile enthaltend, theilsdurch grössere Festigkeit ausgezeichnet, theils lockerer unddurch Verwitterung in Sand zerfallend, theils mit vorherr-schendem Mergelcement und übergehend in graue, meistblaugraue, sandige Mergel, die zuweilen eine beträchtlicheEntwicklung erhalten. Unter diesen Abänderungen sind her-vorzuheben :

die Plattenförmige Molasse , deutlich in wenig dickeSchichten abgesondert, deren Fläche mit blauem Mergel,Glimmerschlamm, grösseren weissen Glimmerblättchen, oderschwarzem Pflanzenstaub bedeckt ist und öfters wellige Formen