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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
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11
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in die Geschichte der Vögel. 11

den Vögeln, der Dauungssaft auch durch die Galle Linlei«und den Rückdrüsensaft zubereitet; aber man findet umg.bey ihnen keine Chylgefäße (vala lackos), hin,gegen sind ihre Därmer lang, und sie haben einenlangen blinden Darm, um die Speisen deno längerzur Verdauung bey sich zu behalten. Inzwischenhaben etliche körnerfressende Vögel noch ein ande-res Hülfsmittel zur Verdauung, nämlich einenKröpf. Die kalikutschcn Hühner haben zwar, nebst Kröpf,verschiedenen andern Vögeln, keinen Kröpf, aberbey den Tauben, Hühnern und Fasanen erweitertsich der Schlund in der Mitte des Halses, undmacht einen lanzlichtrunden Sack, welcher derKröpf genennct wird. Es streckt sich derselbe bis zumBrustbein aus, von da an wird der Schlund wiederenger, lauft durch die Brust und liegt gegen dieWirbel des Rückgrads an, bis derselbe etwas ober-halb dem Magen durch einen Kranz von Drüsenaufschwillet, und sich also weiter hinein senket. Die-se Drüsen sowohl, als diejenige, die sich in demKröpfe selber befinden, sondern viele Feuchtigkeit ab,welche dazu dienet, um die harten Körner des Fut-ters erst zu erweichen, damit die Zermalmung derSpeisen in dem Magen desto besser von statten gehe.

Ganz anders ist der Magen der fleischfresscn-den oder Raubvögcl beschaffen. Es haben nämlichdiese Vögel keinen Kröpf, weil sie ihn zu ihrem Fuk-ter nicht brauchen, und ihr Magen ist auch mit kei-ner schwielichten oder hornartigcn Haut versehen.

Auch sind sie nicht so musculös, sondern schlaff, häu-tig, und fast so, wie der Magen der vierfüßigenThiere beschaffen. Doch laufen die flcischichtcnFa-sern der musculösen Haut auch in einen Bogen, undendigen sich glrichfals in zwey gerade gegen einanderüberstehenden Sennen der dicksten Fläche, welcheauch zu beiden Seiten in der Mitte der flachsn Ober-fläche des Magens stehen. Aus diesem Bau erhellet