in die Geschichte der Vvgel. 21
besitzen Hacken an den Gelenken der Flügel, wie sich Einlei«solches in der Beschreibung zeigen wird. Sie ha» tung.bcn mehrcntheils nur ein Weibchen, doch vcrschie-dcne leben auch in der Viclwcibercy wie die Hühner.
Die Nester der Vogel sind wunderbar, und Nester,in der That künstlich, wenn man betrachtet, daß sienur einen Schnabel und keine Hände haben, wo-mit sie den Bau vollbringen können. Die Wahldes Orts, wo sie ihr Nest Hinbauen; die Art, wiesie es zusammen flechten; die Baumaterialien, wel-che sie dazu wählen ; und dieAbsichten, welche sie beydemBau haben,ihrNest vorWasscr,Sturmwinden, Raub-thieren und dergleichen zu beschützen, verdienet alle Auf-merksamkeit. Einige haben ihre Nester an der Erde imMoos, damit sie nicht gefunden werden, oder in denHöh,lungcn der Bäume und in allerhand Schlupfwinkelnder Gebäude. Andere bauen es in die dichtsten Ge-sträuche und in Dornenhecken, um für den Katzensicher zu seyn. Wieder andere hängen ihre Nesteran den Spitzen der Aestc auf, die über das Was-ser hangen, um den Nachstellungen der Affen aus-zuweichen. Noch andere wählen hohe Bäume undderen äusserste Spitzen, so wie es ihre Lebensarterfordert. Je nachdem auch ihre Eyer zerbrechlichund die Jungen zart sind, füttern sie ihre Nestermit feinen Pflaumcnfcdern oder Kälberhaaren, oderauch mit Baumwolle aus, und flechten die Materia-lien, es sey Reisig, Srroh, Heu, Baumbast unddergleichen, dergestalt künstlich zusammen, daß eseinem ordentlichen Gewebe gleich siehet. Nester,die an gewisse Flächen anaeklebet werden, sind gleich-sam mit einer Kütte,oder neu,ähen Leim angekleistert,wie man an den Schwalbennestern gewahr wird;und diejenige, die dem Wasser, es sey im Regenoder in Sumpfen, ausgesetzt sind, werden ordent-lich von innen verküttet, ja etliche gar mir einem