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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
Entstehung
Seite
26
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26 Einleitung

Linkes- Wie viel liesse sich übrigens noch von derFeeund-

tung. und Feindschaft der Vogel untereinander; von ihrerSprache/ und der Art ihre Meynungen einanderso deutlich bekannt zu machen; von ihren Naturge-setzen und Gerechtsamen, die sie untereinander sogenau beobachten; von ihrer Liebe gegen ihre Kin-der; von der gemeinschaftlichen Hülfe/ und Ver-traulichkeit zwischen Mann und Weib; von derPunktur ihrer Federn; von ihren Farben und Zeich-nungen/ und von mehr andern Eigenschaften sagen?Doch wir müssen uns kurz fassen/ und das wichtig-ste dieser Umstände hin und wieder bey einigen Vö-geln in der Beschreibung selbst einzuschalten suchen/damit wir nicht durch eine allzulange Einleitung ver-drießlich fallen.

Unmer- Nur dieses wollen wir hier nicht unberühret las-stn, daß wir das nämliche/ was wir in dem erstenTheile von den Seelen der Thiere angeführet haben/auch auf die Vogel beziehen / und unter demblossen Leben der Crcatur nichts anders als eche ausdem Kreislauf der Säfte entstandene und innerhalbden Wanden der Struktur bezirkte physikalische Be-wegung verstehen. Da sich hingegen das eigentlichethierische Leben von der regierenden Kraft und Herr-schaft einer Seele / die sich aus einem bestimmtenPunkt durch den Körper ausbreitet/ herleitet; sobeucht unS/ daß man den Vögeln um so wenigerdas Daseyn einer Seele/ welche das Vermögen hat/sich Vorstellungen zn machen/ und willkübrlichc Hand-lungen vorzunehmen/ abs rechen k nne/ da sie ei-nen allgemeinen Sammelplatz der Empfindungen ha-ben / und so viele überlegte Handlungen äusscrn/welche unmöglich aus den dunkeln Begriffen der so-genannten l^karmfriebe können erkläret werden.

Ein-