52 Zweyte C 1 . l.Ordn. Habichte.
Vogels, welche ein Seecapitain von seiner Zurück,Cuntur. reise aus der magellanifthen Meerenge mitbrachte.6r/pb. Diese Federn sind zwey Schuh und vier Zoll lang;der Kiel allein hat die Lange von fünf und drey vier,tcl Zoll, ist an der einen Seice gleichsam hohl, undan der andern erhaben rund; das Gewicht hat fastein Loth, und die Farbe ist dunkelbraun. Die Ma-troscn wurden ihn am Llser des Königreichs Eistli,auf einer Klippe sitzend, gewahr; und hielten ihn,des kahlen Kopfes halber, für einen CalecukschcnHahn. Da er aber durch eine Kugel erleget wurde,erstaunten sie über seine Größe, indem die ausgebrei-teten Flügel eine Breite von dreizehn Schuhen hiel-ten. Sie fragten darauf die S» amcr, als dieEinwohner dieses Landes, was dieses für ein Vogelwäre? und bekamen zur Antwort, daß es ein Con-dor sey, welcher ihnen sehr furchtbar wäre, indemsie ihre Kinder sorgfältig bewahren müsten, damitsie nicht durch diesen Vogel davongetragen oder zcr-rissen würden.
Diese Zeugnisse sind hinlänglich, das Daseyneines solchen Vogels zu bekräftigen, und wenn mansolches noch in Verdacht ziehen wollte; so ist derZweifel ganz gehoben, wenn man die in dem ehe-maligen Sloanischcn und nunmehro königlichen Ka«binet in Londen befindliche Federn in Betrachtungziehet. Zu geschwcigcn, daß ein königlich dänisch)esSchis, welches um die Südländer gefahren ist,noch vor einem Jahre einen solchen Vogel mitgebrachthat.
Sinne,- Diesen Vogel beschreibet nun der Ritter Lin-Ae neus folgender Gestalt: Die ausgebreiteten Flügelschreib. dreyzehn bis sechzehn Schuh breit, dieSchwungfedern zwey und einen halben Schuh langund ein und einen halben Zoll dick. Der Körper istschwarz und von unten braun, der Kopf kahl,
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