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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
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56
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56 Zweyte Cl. I. Ordn. Habichte.

fen und andern Amphybicn, fliegt sehr hoch, hatviele Starke wider den Wind zu fliegen, und hält sichin America auf.

4. Der Kahlkopf. Vultur klonackus.

köpf.

IVlons- Dieser Geyer halt sich in Arabien auf, und wirdelius. wegen der weissen kahlen Glatze, der Münch gencn«uet; darum geben wir ihm den Namen Rabl,köpf. Die Hirnschale hat oben eine höckcrichte Er«höhung. Der Körper ist schwarz. Die Füße aber,wie auch das Wachs an der Wurzel des Schnabelssind bläulicht.

^ 5. Der Menschenfresser. Vuirur^ura,

Man hat diesen Vogel schon unter allerhand 'fresser. Namen beschrieben, je nachdem derselbe in dem Lan«Lura. dc genennet wurde, wo ihn die Reisenden antrafen;

denn in Brasilien heißt er: Urubu, In Peru:Denen« 8ugunru. In Mexico: Hopilorle, oderHoyung. pirorle. In Gujana: Liankia, und Ouroua,Vielleicht ist daher, oder weil er hoch in der Luftfliegt, der Linneische Name entstanden.

Die Engelländer nennen ihn inIamaica: KrengKave, das ist Luder-Rabe, Die Holländeram Cap heißen ihn: 8rrc>ätvr>^e!, oder Dreck-vogel, denn er frißt Luder und Menfthenkoth. Wirnennen ihn Menschenfresser, weil er gemeini-glich bey den Holländern Vl^nlckon - cecer, gc-ncnnet wird, indem er die Leichen der Menschen aufden südlichen Inseln frißt. Da er nun nicht großist, so hat man ihn bald für einen Raben, bald füreinen Calekutschen Hahn, mehrentheils aber für eineGcycrart gehalten; wohin ihn der Ritter nunmehrro gebracht hat, nachdem er ihn von den Calckut-