Buch 
2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
Entstehung
Seite
57
JPEG-Download
 

4l. Geschlecht. Der Geyer. 57

schen Hühnern, wo er vormals hingewiesen war, e.wieder weggenommen hatte. Mcu-

Er ist eigentlich so groß, wie ein Hühnerwei- freiste,he. Dc Schnabel ist zwey und einen halben Zoll lang. Lues.Die zusammen gelegten Flügel gehen etwas über den Gestalt,Schwanz hinalM. Die Haut, welche den Kopf undHals bedeckt - ist wie an einem welschen Hahn gerun-zelt, blau, weiß und röthlicht melirt und mit dün-nen schwarzen Haaren besetzt. Die Federn sindschwarz und geben einen violctfärbigcn und grünlich-ten Widerschein. Die Augen sind rund und schwarz,pnd stehen i» einem rothen Ringe, der mit safran-gelben Augenliedcru umgeben ist. Das Nafenwachsist gelblicht blau. Mitten über der Schnabelspaltestehet ein einziges weites Nasenloch in die Quere.

Der Schnabel ist weiß. Die Füße sind fleischfar-big, und die Nagel schwarz. Cr riecht sehr un-angenehm.

Dieser Vogel hat in manchen Gegenden von LebenS-Südamerica eine solche Freyheit, daß ihn Nie« art,mand erschießen mag, weil er das Luder und denUnrath aufräumet; und es ist zu bewundern, daßer dieses zugleich mit den Hunden thut, ohne daßdiese beyden so verschiedenen Thiere einander dabeyetwas in den Weg legen, sondern den Raub recht brü-derlich theilen; dem Adler aber lastet er den Vor-zug. Er fliegt hoch, kommt auf die Dächer in denStädten, und nimmt den Unrath von den Gassenweg.

6. Bartgeyer. Vuitur L3rb3w5. 6,

Bart«

Man nennet diesen Vogel den Bartgeyer, weil geycr.er an der Wurzel des untern Kiefers einige langeherunterhängende Federn hat. Er führet auch dcvDamen Vulrur LLricur, entweder von einer also - /

D f gc-