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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
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61
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4i. Geschlecht. Der Geyer. 6i

auch über dieses ganzEgypren voller Mäuse steckt;so hat man es als eine Wohlthat anzusehen, daßdiese Vogel daselbst so häufig find, und das Landrein halten.

8. Der Fischgeyer. Vulkur^ibiullL 2 .

Dieser Geyer ist der kleinste. Die Stirn ist kahl,

Und nut mit Bürsten besetzt. Der Schnabel und /Ubmil»die Füße find gelb. Der Körper ist rökhlicht. DieSchwanzfedern sind weiß, daher er ?> und

-^»ssulla gencnnct wird. Doch haben die mittclstcttFedern schwarze Spitzen. Das Vaterland ist Eu-ropa , wovon die nordischen Wälder voll sind. Mannennet ihn auch wohl den tzcywalbengeper. BeydenEngelländern heißt er l'awn XillinAoder Hirsstikaloröder. Doch wir geben ihm denNamen Fiscygeyer, weil er sich an den Gewässernaufhält, und die größten Fische, deren er kaum Mci»ster werden kann, anpackt und sie auffrißt. DieEngellander nennen ihn kreis; gemeiniglich aberheißt er der blaßbraune Adler.

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Ausserdem, daß die Geyer, allenthalben die Län» Nutzender vom Aas und Llngestefer säubern, hat man vor d"altenAeiten viele Theile davon in der Arzney gebraucht.

DaS Gehirn mit Cedernöl diente wider die Kopf»schmerzen, wobey das Cedernöl wohl das meiste maggethan haben. Das Herz diente wider die fallendeSucht, die Galle wider die Augenkrankhcitcn.

Die Federn, unter die Füße gebunden, halfen, nebstdem Aberglauben, bey schweren Gcburthen. DieSennen wurden wider das Podagra gebraucht, unddie morgenlänvischen Völker bedienen sich der Klauenzu Leuchtern auf dem Tische.

42. Ge-