60 Zweyte Cl. I.Ordn. Habichte.
7. an den Geyern, zur Hclfte mit der Wachshaut be,Erdgey. deckt. Die Zunge ist lau i und glatt, mit einemauswerte gebogenen Rande, und in der Mitte hat" ^ eine riefe Furche. Der Hals ist oben mit auf,
gerichteten Federn besetzt, vcrncn kahl, und untenwieder fcdericht. Der Rücken und der Barich platt,aber die Schultern ragen hervor. Die Flügel hän,gen ganz zur Seite, haben acht und zwanzigSchwiiigftdern, und der Schwanz vierzehn. DieSchenkel s nd kahl und warzigt. Der mittlere Fin,g.w ist mit einer Haut an dem äußern verwachsen.Sie haben dicke krumme Klauen. Der Farbe nachhat das Weibchen schwarze Schwingfcdcrn , derenSpitzen bunt sind, doch sind die zwey ersten gänzlichschwarz. Alle übrige Federn aber sind weiß. Da,hingegen bey den Männchen die vier äussern Schwing,federn ganz schwarz sind, und alle übrigen graueRändx haben. Ihr Kopf ist auch blasser gelb, alsbey dem Weibchen. Die Wachshaut des Schnabelsaber ist an beyden citroncngclb. DcrSchnabcl sclbss,und die Füße sind grau.
Eigen- Dieser Vogel macht ein fürchterliches und un-fthaften. angenehmes Geschrey, hält sich mchrcntheils auf derErde bey dem Aas und Koch auf , und lässet sichauch durch keinen Schuß davon jagen. Man findetsie haufenweise in Egypten und um Eairo, wo siemit den wilden Hunden auf dem Raube gemein,schafrliche Sache machen. Man heget sie aber auch: ordeutHe:, indem auf dem Gcrichtöplatzc vor Lairo,
aus den Stiftungen verstorbener Reichen, eine qe,wisse Menge frisches Fleisch alle Morgen hingeworfenwird, wo alsdenn diese Vogel und Hunde heerden,weife herzukommen, und diese Stiftung in der gro-ssen Ejmrächtigkeit mit einander verzehren. Daauch die Mahymeraner nicht sehr reinlich sind,ru.d - hrAas von den Cameelen und andern Thieren, wieapch benj U.nrath, kaum vor das Thor schleppen;