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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
Entstehung
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70
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7O Zweyte Cl. I Ordn. Habichte,n. Der Bleyfalke. I^alco

5?leyr

falle. Nach der Hinneischen Benennung sollte die-

^ser Falke den Namen weißschrvanz führen, weil° ' er aber unter der Benennung Blcyfalkc bekannt ist,so haben wir dieselbe beybehalten. Das Na-senwachs und die Füße sind gelb. Der Körper ist asch-grau , oder bleyfärbig , der Bauch blaß, und mitlämstichren rothen Flecken bcsekt. Die Augen stehenin einem weisen Ringe. Der Schwanz ist weiß

und mir Ringen besetzt. Der ^siccee merkr noch

diesen Umstand an, daß das Männchen von linkenQucrflccken habe, welche bey dem Weibchen in dieLange herunter laufen. Das Vaterland ist Euro-pa, uno vorzü,stich (Oesterreich, wo man ihn indem strengsten Winter amrift.

Die Engclländep nennen diesen Vogel kirig-sait, das ist ^ingschwanz, und gehen dem Männ-chen noch den besondern Namen :W> tmri-ow oderIstankarrier, weil dasselbe den Hühnern nachstellt.Ausser dem weißen Schwanz, der diesen Vogel merk-würdig macht, besitzt derselbe noch einen Ring vonFedern, die gerade in die Höhe gehen, und sich hin-ter den Ohren als einen Kopft'ranz zeigen.

st'ab. Derjenige Vogel, welchen Ojonston unter dem

XXVII Namen f.Aargus abbildet, und den wir st'ab.XXVH. r. mittheilen, führet den NamenMoßweiher, und wird in Frankreich le feanle blano, in Holland 8r, Xfarrxns Vogel ge-nannt. Cr ist zwey Schuh und einen Zoll lang.Der Schnabel hält über zwey Zoll , der mittlereFinger zwey Zoll und sieben Linien, Die zusammengelegten Flügel ragen ein wenig über den Schwanzhinaus. Der Kopf, der obere Theil der Flügelund des Halses, wie auch der Schwanz und dessenMerste Federn sind graubraun. Der Augenring