!O4 Geschlecht. Tauben. 497
Taube, welche unter dem allgemeinen Namen Feld»raube bekannt ist. Von dieser Art aber stammen Gerad«alle zahmen Tauben ab, die von dem Ritter auch schwan»als eine Nebcnart hiehcr gczählet werden, derenBenennung in den verschiedenen Sprachen folgendefind: hebräisch r son, das Weibchen fonuk, dasJunge 6ola1; griechisch: keriKera'; persisch:KuMar; türkisch: su§Lr§en; arabisch:lelcekL; italiänisch:'Lolombo; spanisch: ku-loma; französisich: ki^eon; englisch: Vove;holländisch: das Männchen OoÜör, das Weib-chen vuik; schwedisch: Oulwa; polnisch:
(rvlah.
Die wilde Taube ist von blaulichter Farbe, Gestalthat einen grünglänzenden Nacken , einen weißen der wil-Rücken, und eine schwarze Schwanzspitze, auch ge» denTau»hct über die Flügel eine schwarze Binde. DieDeckfedern der ersten und andern Ordnung, welchedie Schwungfedern der zweyten Ordnung bedecken,find in der Mitte ihres äußern Randes, mit einemschwarzen Flecken bezeichnet. Jedoch ist diese Artder Zeichnung nicht allenthalben beständig.
Eben so wenig kann man von den zahmen GestaltTauben eine standhafte Zeichnung der Farbe ange- derben, denn Man hat ganz weiße, schwarze, perlfär- L>bmenbige, blaue, weiße, Mit schwarzem Kopfe und Flü- Tauben,geln, schwarze mit weißem Kopfe, bunte, mit undohne Ring um den Hals, gefleckte, aschgraue undscheckigte, so wie es uns die tägliche Erfahrunglehret.
Was die Eigenschaft dieser sowohl wilden als Eigen-zahmen Tauben betrift, so kommen sie in der Le- schaften.bcnsart mehr mit den Sperlingen als Hühnernüberein, denn es hält sich unter ihnen ein Männ-chen und ein Weibchen zusammen, schnäbeln einan-der, brüten Wechselsweise, ernähren ihre JungenLiüneH. Theil. Jr selbst,