I4Z. Gatt. Tulpenbaum. l»irioZenZrQN. 71
von Carolina, daß dergleichen Baume anzutreffen seyen, Tulpen«deren Stämme dreyßig Schuh im Umsang haben, und bäum»die also groß genug sind, daß man sie aushöhlen undFahrzeuge oder Boote daraus machen kann , welche auüeinem Stuck bestehen und von den Amerikanern Cauotsoder Periagues genennet werden. Die Schweden inPenshlvanien geben daher dem Baume den Namen Ka-noetra oder verkürzt Knutra, ein Cauotbaum; wie«wohl ihn die Engländer daselbst insgemein Poplar,einen Pappelbaum immer.. Man ziehet auch seit eini-ger Zeit Lulpenbaumc in Europa , besonders in Hollandund England, so daß sie nach Wlüel's Bericht jetzoin den Baumschulen um London sehr gemein sind, undviele in verschiedenen Gegenden Englands stehen, wel-che jährlich Blumen tragen; und ÄWkb bezeuget, daßsie die freye Luft in England so gut ausdauren, daßdiejenige, welche in freyer Luft stehen, sehr schnell zn-nehnicn und Blüthen bekommen, da hingegen die an-dern , die man entweder in Kübeln und Gewächshäu-sern oder von andern Bäumen bedeckt hielte, und siealso auf diese oder jene Weise im Winter bor der Kal-te beschuhte, niemals blühcten, und theils schlecht undlangsam gewachsen, theils gar zu Grunde gegangen sind»
Man kann diese Bäume aus Ablegern, am leichtestenaber aus dem Saamen fortpsianzen; am besten und schön-sten kommen sie in einem fetten, lockern und etwasfeuchten Boden fort; ein gar zu nasses Erdreich aber,oder ein trockenes kiesigtes Land, oder starker fester letti-ger Boden ist ihnen nicht zuträglich. Dieser Baumtreibet viele brüchige Aeste, und diese machen verschie-dene Krülimumgeu, die ihnen ein besonderes unglei-ches und unregelmäßiges Ansehen geben , welebes dieBäume, wie Ecltesbl) sagt, in einer großen Entfer-nung selbst alsdemi kcnnbar macht, wann sie keine Blät-ter mehr haben. Seine jungen Triebe haben eine glattepurpurrothe Rinde , und sind mit großen Blarrern be-setzt , welche wcchselswcisc auf Stielen stehen, die bey
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