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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
91
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147- Gatt. Flaschettbcnmi. ^nnona. 91

Beschreibung desselben nebsi einer genauen ?lbbildung jfo.,

mittheilcte. Denn die Figur der Frau SOiCl'UHliH schen-,, ist zwar besser, als die andern ; stellet aber doch die bäum. Blume zu runzlichk vor. Die SlidciNlsche Abbil-7 , düng ist nicht die beste; weil die Blatter selten s»

klein sind , und bey der Frucht, welche auch Von den kleinsten ist , die netzförmige Striche gar nicht zu se.

Heu sind. Auch ist dem Professor PsuMlbr dieZeichnung der Frucht nicht wohl gerathen. Ich fan- de diese Annona auf den meisten caribischcn Inseln,

und sie wachset daselbst bey den Dörfern herum in derThat wild; weil ich sie aber mitten in den Gebirgen oder an andern ungebautcii Orten nirgends ankraff,

so vermuthe ich , sie scye chmalcn anders woher indiese Gegenden gebracht worden. Der ganze Baumgibt einen starken und widrigen Geruch von sich,

welcher allein an den reifen Früchten a>n wenigstenzu spühreu ist; dieser Geruch scheinet aber der gan-;cu Gattung mehr oder.weniger eigen zu seyn , und ist nur bey dieser Art viel unangenehmer , als beyden übrigen. Die Gestalt und Größe des Baumskommt mit einem mittelmäßigen Birnbäume überein,

ivo er nämlich auf Wiesen wächset , oder in Wal-dern, die nicht sonderlich dick sind; wenn er aber'von nahen Bäinnen eingeschlossen ist, so behält er nurdie Größe iiiid das Ansehen eines Strauchs, und ich sahe, daß man auf diese Weise ganze Hecken von ihm zöge, welche der Gewalt der Winde gut widcr->stunden. Sein Holz ist wcißlicht, und nicht sondcr- firf) fest; die Farbe der Rinde aber fallt aus demaschgrauen ms braune. Die Spitzen seiner Zweige oder die junge Blattknospen sind xomeranzcngclb.

Seine Blätter stehen wechsclswcise auf kurzen Eric-,,le»; und sind cyrund länglich, flach, spitzig, am Rande sowohl, als auf der Oberfläche ganz glatt , ba- bcn eine ziemlich dicke lederarrige Substanz, und aufder obern Seite eine glänzende dunkelgrüne, auf der