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„tu quer liegenden Pyramiden zusammengesetzt zu seyn, Fla,„deren Spitzen von dem Umfang gegen dein Mittel- schen-„piinkte zusammenlaufen, welche aber bey der reifen bäum.„ Frucht wegen der Weiche ihres Fleisches fast nicht mehr„kennbar sind ; und in jeder solchen Pyramide steckt„ein einziger Saaine. Der Fruchtbodcn lauft als ein„Fortsatz des Fruchtstiels auf eine beträchtliche Länge in„die Substanz der Frucht hinein ; und man erkennet„daran, daß die Frucht reif ist, wann sich dieser„Stiel gerne aus ihrem Fleisch herausziehen lässet.
„ Man erwartet aber selten die völlige Reife, son-„dern bricht die unreifen Früchte ab, und lasset sie„ einige Läge lang liegen, bis sie nach und nach„vollends weich werden; denn sonstcn würden sie we-„gen ihrer Schwere, und wegen ihrer mürben Rinde„und.weichen Fleisch , wenn sie bey vollkommener„Reife selber vom.'Baum fielen, gänzlich in einem„Brey zerplatzen, mid also zu Grunde gehen. Diese„Früchte werden bey Tische aufgestellt, und sind in ei-„ ner ziemlichen Achtung; da man sie wegen ihrer„Weiche nicht mit dem Messer schälen kann, so zer-„ bricht man sie nur init der Hand, und nimmt daü„Fleisch mit einem Löffel, oder saugt es auch mit dem„Munde heraus; die Rinde davon aber wirft man weg,
„denn sie hat etwas unangenehmes und gleichsam ter»„binthinartiges bey sich. Den Kranken, so eine Ab-„ kühlung bcdörfcn, werden diese Früchte von den Ein-„ wohnern sehr . empfohlen; den neu ankommenden Eu-„ropaern aber wollen sie anfänglich nicht recht schme-„ cken. Wenn sie reif sind, so muß man sie gleich„ essen, weil sie sich alsdenn nicht inehr lange halten„lassen. Einige machen aus den unreifen Früchten„ einen Wein, welcher helle und ohne Farbe ist, und„ wider den Krebs, den die Kinder im Munde haben,„gerühmt wird ; andere kochen aus denselben mit Wasi„ ser und Zucker eine Speise, die nicht übel schmeck«.„Man sagt, daß ein solcher Baum, wenn er aus dem
„ Saa-